Als Favorit hinzufügen   Drucken
 

Klasse 10LB trifft Zeitzeugin des Holocaust

Als die Berliner Jüdin Margot Friedländer im Januar 1943 von der Deportation ihrer Familie erfuhr, tat sie das, was für uns aus heutiger Sicht ganz naheliegend erscheint: Sie ging in den Untergrund und entzog sich auf diese Weise mit deutschen Helfern fünfzehn Monate lang dem Zugriff der Gestapo. 1944 wurde sie denunziert und nach Theresienstadt verschleppt, wo sie auch die Befreiung durch die Rote Armee erlebte.

 

Die Klasse 10LB hatte die Gelegenheit, die mittlerweile 96-jährige Zeitzeugin in den Räumen der Berliner Schwarzkopf-Stiftung zu treffen. Frau Friedländer trug aus ihrer Autobiographie vor und beantwortete die Fragen der Schüler zum Alltag einer verfolgten Jüdin zur Zeit des Nationalsozialismus. Besonderes Interesse zeigten die Schüler an Frau Friedländers Beziehung zum heutigen Deutschland und zur Frage der deutschen Schuld. Auf ehemalige Nazitäter angesprochen, machte sie deutlich, dass sich diese ihrer persönlichen Verantwortung für ihre Taten zu stellen hätten.

 

Jan-Hendrik Wulf, Steffen Sievering

 

Fotoserien zu der Meldung


Klasse 10LB trifft Zeitzeugin des Holocaust (22.04.2018)