Klassenfahrt der Klasse 11FB mit Herrn Dr. Probst und Herrn Sievering nach Dresden

09.06.2019

Wohl kaum eine große historisch bedeutsame deutsche Stadt war uns vor einigen Wochen noch unbekannter als Dresden. Und kaum etwas anderes hätte uns Dresden in kurzer Zeit näherbringen können als unsere viertägige Klassenfahrt am Himmelfahrtswochenende. 

 

Nach einer sehr entspannten Zuganreise kamen wir in unserer Unterkunft mitten in Dresden an, einer 5-Sterne Jugendherberge1, die uns zum Beispiel stolze zwei Sorten Nutella bot (das nur am Rande).

 

Unser Programm war von kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten Dresdens geprägt; so genossen wir gleich am ersten Tag eine exklusive Stadtführung durch den von Kurfürst August dem Starken geprägten Teil der Innenstadt Dresdens, eine Führung von Schülertouristenguide Dr. Ingmar Probst, zu der wir, als sehr dynamische Klasse 11FB bekannt1, zwei Stationen Straßenbahn fuhren. Herr Dr. Probst zeigte uns dort den Zwinger (heute eine große Austellung für teure Kunst und wissenschaftliche Instrumente des bereits genannten Kurfürsten August des Starken), den Blick auf die Augustusbrücke vom Terrassenufer, die Brühlschen Terrassen und das, was von den „Brühlschen Herrlichkeiten“ noch zu sehen ist, die Frauenkirche und das Residenzschloss der Kurfürsten, wobei es ihm nicht einmal gelang, nicht mit umfassendem historischen Wissen zu glänzen. Wem das noch nicht spannend genug klingt, der möge selbst nach Dresden fahren und es sich anschauen! (Wer Herrn Dr. Probst für das geschichtliche Hintergrundwissen mitnehmen möchte, sollte sich dann persönlich bei ihm melden.)

 

Die Stunden der Freizeit am Abend wussten wir zu füllen: So konnten wir jenen Teil Dresdens erkunden, der nahe der Jugendherberge gelegen, aber nicht unbedingt Teil des Programms war. Spätestens all die Fotos von schönen Momenten, zum Beispiel auf den Wiesen an der Elbe auf der Seite der Neustadt, in der Nähe der Augustbrücke, belegen das.

 

Auch an den anderen Tagen war das Programm elegant in historisches Sightseeing am Tage und Freizeit am Abend aufgeteilt. Wir haben eine Bootstour auf der Elbe gemacht, um in sommerlicher Hitze Schloss Pillnitz, die kurfürstliche „Sommerresidenz“ mit riesigen, wunderschönen Gärten, zu besuchen, während wir abends wieder die angenehme Wärme draußen genossen. Am nächsten Tag durften wir das Residenzschloss von innen sehen und bekamen einen Einblick in den großen Prunk und Reichtum, in dem die Kurfürsten damals lebten. Natürlich nichts im Vergleich mit unserer Lebenswirklichkeit1

 

Doch einer der atemberaubendsten Programmpunkte folgte erst am vorletzten Tag: Das Panometer, ein überdimensionales 360°-Panorama des Künstlers Yadegar Asisi in einem längst stillgelegten Gasometer. Der Besuch im von außen eher unscheinbar-industriell wirkenden Gebäude lohnt sich für alle, die ebenfalls Anblicke und Atmosphäre lieben, die einem wirklich den Atem rauben –hervorgerufen durch ein einziges riesiges Bild, schön und bedrückend zugleich. Es zeigt das völlig zerstörte und geisterhafte Dresden nach den Bombenangriffen im Februar 1945. Kleiner Spoiler: Dieses Bild selbst einmal zu sehen lohnt sich wirklich für jeden.

 

Unseren Besuch in Dresden beendeten wir noch am selben Abend mit einem gemeinsamen Dinner und am folgenden Tag mit einem Besuch des Deutschen Hygienemuseums. Und damit waren auch vier Tage Klassenfahrt vorbei, die jeder von uns wirklich genießen konnte. Auch Herr Sievering hatte sicherlich seinen Spaß an der Klassenfahrt, die er nicht nur in der reinen Anzahl der Personen bereicherte.

Stolz müssen wir hier noch erwähnen, dass es auch drei Mitschülern mit Gehhilfen, Gipsarmen oder Beinschienen möglich war, an der Klassenfahrt wie normal teilzunehmen. Als dynamische Klasse bekannt1, macht es uns ja nichts aus, auch mal zwei Stationen Straßenbahn zu fahren ...

 

1Vorsicht, übermäßiger Ironiegebrauch

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Klassenfahrt der Klasse 11FB mit Herrn Dr. Probst und Herrn Sievering nach Dresden

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Klassenfahrt der 11FB nach Dresden (09.06.2019)

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