Französisch

 

 

 

Allgemeines

 

(wird derzeit überarbeitet)

 

 

 

Weitere Informationen

2015_16_fg_franzoesisch
 

 

Die Entwicklung des Faches Französisch ist untrennbar mit der Entwicklung der deutsch - französischen Beziehungen verbunden. Wer das Wesen des modernen Französischunterrichts verstehen möchte, muss einen Blick auf den Elysée - Vertrag werfen. Denn mit der Unterzeichnung des Kontraktes von de Gaulle und Adenauer am 22. 1. 1963 begann eine neue Ära der Beziehungen:Eine jahrhundertealte Rivalität wurde beendet und eine außergewöhnliche Versöhnung eingeleitet, die sich bis heute in zahlreichen Partnerschaften zwischen Gemeinden, Regionen und Unternehmen, in der Entwicklung des Jugend- und Schüleraustausches sowie in mehr als 1.000 universitären Kooperationsabkommen mit zurzeit 100 Doppeldiplomen in beiden Sprachen niedergeschlagen hat. Dem Sprachunterricht wird in dem historischen Vertrag eine herausragende Stellung zugesprochen: „Die beiden Regierungen erkennen die wesentliche Bedeutung an, die der Kenntnis der Sprache des anderen in jedem der beiden Länder für die deutsch - französische Arbeit zukommt. Zu diesem Zweck werden sie sich bemühen, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Zahl der deutschen Schüler, die Französisch lernen, und die der französischen Schüler, die Deutsch lernen, zu erhöhen. (...) Der deutschen und französischen Jugend sollen alle Möglichkeiten geboten werden, um die Bande, die zwischen ihnen bestehen, enger zu gestalten und ihr Verständnis füreinander zu vertiefen.“(Punkt C, Erziehungs- und Jugendfragen, S.3f., m.H.)

 

Es war die Geburtsstunde des modernen Französischunterrichts: Schülerinnen und Schüler erlernen heute die Sprache ihres Nachbarn, um sich mündlich und schriftlich miteinander verständigen zu können. Da auch wir uns dieser Zielsetzung verbunden fühlen, hat das Angebot an kommunikativen Situationen in all ihren Aktions- und Sozialformen einen zentralen Platz in unserem Unterricht. Die französische Sprache soll den Lernenden als lebendiges Instrument der Verständigung und des Verstehens erfahrbar gemacht werden.

 

Erfreulich ist, wie gut die meisten Schülerinnen und Schüler bereits nach wenigen Monaten in der Fremdsprache kommunizieren können. Auf unseren Austauschfahrten nach Clamart können wir uns davon jedes Jahr überzeugen und zufrieden feststellen: „Ils se débrouillent“ (Sie kommen zurecht).Auch der Bundeswettbewerb Französisch, an dem wir jedes Jahr teilnehmen, bietet ehrgeizigen Lernenden Möglichkeiten, ihre erworbenen Sprachkenntnisse unter Beweis zu stellen. Wir sind stolz darauf, dass das Johanneum im Wettbewerbsjahr 2005 gleich drei Preisträger auf Landes- und Bezirksebene beglückwünschen konnte. Im weiteren Verlauf der deutsch - französischen Kooperation, die beiden Ländern ermöglichte, zu den wichtigsten Baumeistern Europas zu werden, hat das Fach Französisch zunehmend an Bedeutung gewonnen. Französisch ist heute nach Englisch die am meisten gefragte Fremdsprache auf dem deutschen Stellenmarkt. Deshalb planen wir im Jubiläumsjahr 2006 unter der Ägide der zuständigen französischen Kulturkommission in Hamburg die Teilnahme am neuen Diplôme d’Études en Langue Française (scolaire). Hierbei handelt es sich um ein außerschulisches, lebenslang gültiges und international anerkanntes Sprachzertifikat, das unsere Lernenden - angesichts der fortgeschrittenen Europäisierung in Bildung, Verwaltung, Recht und Wirtschaft - zunehmend benötigen.

 

Stefan Verhaßelt

berufsorientierung2018

Berufsorientierung