Werte und Normen

 

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Werte und Normen – ein Fach für viele Fragen des Lebens und zahlreiche Antworten

„Werte und Normen“  ist – neben Religion -  das Fach, das sich mit ethischen Problemen beschäftigt und gleichzeitig Hilfe bei der Orientierung im Leben bieten will. Zunächst als Angebot für Schüler gedacht, die aufgrund der Zugehörigkeit zu einer anderen Konfession oder gar keiner Zugehörigkeit zu einer Konfession nicht am konfessionsgebundenen Unterricht teilnehmen konnten, steht es nunmehr allen Interessierten offen, sich mit dem Zusammenleben der Menschen,  ihrer Religionen, aber beispielsweise auch auf philosophische Weise mit Themen wie Freiheit, Gerechtigkeit oder Wahrheit zu beschäftigen.

Damit trägt das Fach in besonderem Maße dazu bei,  den im Niedersächsischen Schulgesetz geforderten Bildungsauftrag der Schulen umzusetzen. Insbesondere folgende Punkte finden immer wieder Berücksichtigung:

„Die Schülerinnen und Schüler sollen fähig werden,

  • die Grundrechte für sich und jeden anderen wirksam werden zu lassen, die sich daraus ergebende staatsbürgerliche Verantwortung zu verstehen und zur demokratischen Gestaltung der Gesellschaft beizutragen,
  • nach ethischen Grundsätzen zu handeln sowie religiöse und kulturelle Werte zu erkennen und zu achten,
  • ihre Beziehungen zu anderen Menschen nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit, der Solidarität und der Toleranz sowie der Gleichberechtigung der Geschlechter zu gestalten,
  • den Gedanken der Völkerverständigung, insbesondere die Idee einer gemeinsamen Zukunft der europäischen Völker, zu erfassen und zu unterstützen und mit Menschen anderer Nationen und Kulturkreise zusammenzuleben,
  • …“

Niedersächsisches Schulgesetz, § 2

Ziel des Werte und Normen-Unterrichts ist es also, die Heranwachsenden zu befähigen, friedlich und verständnisvoll mit Menschen anderer Religionen und Weltanschauungen zusammenzuleben, was durch eine möglichst wertneutrale Vermittlung und ohne Wahrheitsanspruch im Unterricht geschehen soll. Als Grundlage hierzu dient auch die Beschäftigung mit dem Menschenbild an sich, den Grund- und Menschenrechten sowie den demokratischen Grundlagen.

Gleichzeitig steht im Fokus des Unterrichts die Entwicklung von philosophischen Fragestellungen, vom „Staunen über die Welt“  sowie daraus resultierend Hilfestellungen und  Ansätze zur Bewältigung der Welt, ihrer gedanklichen und alltäglichen Herausforderungen.   Dabei findet immer wieder die Thematik „Identitätsfindung“ breiten Raum, u. a. auch durch das Erfahren und Verstehen kulturgeschichtlicher Zusammenhänge.

Für die Umsetzung der genannten Schwerpunkte und inhaltlichen Ziele ist die Schulung bestimmter Sach- und Methodenkompetenzen notwendig, die aufeinander aufbauend vermittelt werden. Besonderer Fokus wird dabei auf die Ausbildung von Selbst- und Sozialkompetenzen gelegt.

 

Beschlossen auf der Fachkonferenz am 6.09.2012

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