Georg Hermann Ritter

1827-1874  Pionier der westlichen Naturwissenschaften in Japan

 

1827

Geboren am 15.12. 1827 in Leese (bei Hannover) als Sohn des Amtsvogtes Ludwig Siegfried Heinrich Ritter und der Marie Agathe Ritter; 1832 Tod des Vaters

1834-42

Besuch des Johanneums in Lüneburg; Mathematikunterricht bei Konstantin Schmalfuss

1842-54

Apothekerlehre und Leitung einer Apotheke in St. Louis (USA)

1854-57

Rückkehr nach Deutschland, Studium der Naturwissenschaften an der Universität Göttingen bei Prof. Friedrich Wöhler

1857-59

Arbeit an der Landwirtschaftlichen Versuchsstation in Möckern (Leipzig);

Reisen nach St. Petersburg, Moskau und Paris; Arbeit im chemischen Labor an der Polytechnischen Schule in Hannover

1860

Promotion an der Universität Göttingen

1870

Einladung nach Japan durch die Meiji-Regierung; Lehrer für Chemie und Physik am Chemischen Laboratorium der Osaka-Academy in Osaka;

1872

Erster Besuch des Meiji-Tennos am Chemischen Laboratorium

1873

März 1873: Berufung an das Institute of Enlightement (Kaiseisho, heute  Universität Tōkyō) als Lehrer für  Physik und Chemie;9.10.1873 Zweiter Besuch des Meiji- Tennos

1874 Hermann Ritter stirbt am 25. Dezember an den Folgen einer Infektion mit Pocken und wird auf dem Ausländerfriedhof von Yokohama bestattet
1874

Die Studenten Hermann Ritters errichten einen Gedenkstein  zu Ehren ihres Lehrers auf dem Yanaka- Friedhof in Tokio

1877

Gründung einer wissenschaftlichen Gesellschaft für Chemie in Japan durch die Studenten Hermann Ritters

 

Literaturhinweis: Takeshi Ozawa, Hermann Ritter (1827-1874), ein Pionier der westlichen Naturwissenschaften in Japan, in Historia Scientiarium Vol. 19-3/2010 S. 225- 234

 

          

Gedenkstein Hermann Ritters (Foto. T. Ozawa)

           

Gedenkstein für Hermann Ritter auf dem Yanaka- Friedhof Tokio (Foto: T.Ozawa)

 

Die Inschrift lautet:

DEM ANDENKEN DES  HERRN HERMANN RITTER DR. PHIL. GEWIDMET VON SEINEN SCHUELERN.

 

 

 

Autor: Gerhard Glombik , September 2013