Johann Abraham Peter Schulz

 

     

1747- 1800

Komponist

und

Hofkapellmeister

Johann Abraham Peter Schulz       

 

 

  1747  

Johann Abraham Peter Schulz wird am 31.3. in Lüneburg als Sohn eines Bäckers geboren 

1759-64 Er besucht das Johanneum in Lüneburg, nachdem er bis 1759 Schüler der

 Michaelisschule gewesen war.

 1765

J.A.P. Schulz wird Schüler des Berliner Komponisten und Musiklehrers

J.Ph. Kirnberger, der 1739 - 41 Schüler von J.S. Bach gewesen war

1768 J.A.P. Schulz wird Klavierlehrer der polnischen Gräfin Sapieha
1769-72 Bildungsreisen nach Italien und Frankreich
1773-80 Aufenthalt in Berlin, 1776-80 als Dirigent am Französischen Theater in Berlin;

 1778 Leiter des Privattheaters der Kronprinzessin Friedrieke Luise

1780-87 Prinzlicher Hofkapellmeister in Rheinsberg;

1781 Heirat mit Wilhelmine Flügel; 1784 früher Tod seiner Frau;

 1782- 85 Herausgabe der "Lieder im Volkston";

 1786 Zweite Heirat mit Caroline Flügel

1787-95 Dänischer Hofkapellmeister in Kopenhagen
1795 Rückkehr nach Berlin , Aufenthalt in Rheinsberg, 1797 Tod seiner zweiten Frau Caroline;
1798-99 Aufenthalt in Stettin
1800 Am 10.6. stirbt J.A.P. Schulz in Schwedt an der Oder.

 

 

 

 Aus J.A.P. Schulz wurde ein großer Musiker und Komponist. Er schrieb Opern, ein Melodram „Le Barbier de Séville“(1786) und Klavierwerke. Seine Hauptbedeutung liegt auf dem Gebiet des Liedes. Er schuf nach dem erstarrten Odenstil der Barockzeit ein neues schlichtes Kunstlied in volkstümlichem Charakter mit den Sammlungen „Lieder im Volkston“ (3 Teile 1782, 1785, 1790 ) und „Oden und Lieder“ (1786). Besonders bekannt sind die Melodien „Der Mond ist aufgegangen“, „Alle Jahre wieder“, „Ihr Kinderlein kommet“. Auch als Musiktheoretiker machte er sich einen Namen durch seine Schrift „Gedanken über den Einfluß der Musik auf die Bildung des Volkes“ ( 1790). Er gab unter dem Namen Kirnbergers die „Wahren Grundsätze zum Gebrauch der Harmonie“ ( 1773) heraus (Nachdruck Hildesheim 1970 ).

 

 

Autor: Gerhard Glombik