Bruno Snell

1896-1986

Klassischer Philologe

von Weltgeltung

Bruno Snell 1896-1986

Bruno Snell 1896-1986

Foto: Universität Hamburg

Kurzbiographie
1896 Bruno Snell wird am 18. Juni 1896 in Hildesheim als Sohn des Psychiaters Dr. Otto Snell geboren
1903-14

Schulzeit und Abitur am Johanneum Lüneburg

1914 Beginn des Studiums in Edinburgh (Jura und Nationalökonomie)
1915 Nach Ausbruch des 1. Weltkrieges wird Snell auf der Isle of Man interniert.
1917 vorzeitige Entlassung aus der Internierung und Beginn des Studiums der Klassischen Philologie in Leiden
1919-22 Studium des Klassischen Philologie in Berlin, München und Göttingen

1922

Promotion in Göttingen bei Georg Misch über "Die Ausdrücke für den Begriff des Wissens in der vorplatonischen Philosophie" 

1925 Lektor in Pisa; Habilitation in Hamburg über "Die geistesgeschichtliche Stellung der aischyleischen Tragödie"
1931 Ordentlicher Professor für Klassische Philologie in Hamburg
1933 Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten versucht Snell den Widerstand unter den Dozenten der Universität zu organisieren
1934  Bacchylides carmina cum fragmentis (Neubearbeitung der Ausgabe von Blass und Suess) 
1935  Aufsatz "Das I-ah des goldenen Esels" (Hermes 70, 350- 56), den er mit einer kritischen Bemerkung über den Nationalsozialismus abschließt
1945 Gründung des "Archivs für Griechische Lexikographie"
1945-46 Snell wird der erste Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Hamburg nach dem 2. Weltkrieg
1946 "Die Entdeckung des Geistes. Studien zur Entstehung des europäischen Denkens bei den Griechen"
1947 Gründung der "Joachim Jungius- Gesellschaft der Wissenschaften e.V. Hamburg"
1948 Mitwirkung an dem Gutachten zur Hochschulreform ("Blaues Gutachten")
1950 Gründung der "Mommsen- Gesellschaft"
1951-53 Snell wird zweimal zum Rektor der Universität Hamburg gewählt
1952 "Der Aufbau der Sprache"
1955 Gründung des "Europa-Kollegs"; Rundfunkvorträge "Neun Tage Latein"
1959 Snell lässt sich vorzeitig emeritieren.
1977 Snell wird zum Mitglied der Friedensklasse des Ordens Pour le Mérite gewählt.
1986 Bruno Snell stirbt am 31. Oktober 1986 in Hamburg.

              

 

 
Autor: Gerhard Glombik  Dez. 2001. Letzte Änderung am 2.11.2013