Bußtagsgottesdienste 1996-2005

 

Da der Buß- und Bettag seit 1995 kein gesetzlicher Feiertag und damit für Schüler nicht mehr unterrichtsfrei ist, führte die Initiative der Fachgruppe Religion am Johanneum und von Pastor Valerius (St. Stephanus) zur Einrichtung von Schülergottesdiensten am Buß- und Bettag, die seit  1996 regelmäßig  jedes Jahr stattfanden.  Die Gottesdienste wurden von Lehrerkräften und  Schülern/innen des Johanneums und den Pastoren der St. Stephanus-Gemeinde vorbereitet und gestaltet. Um am Gottesdienst  im ökumenischen Gemeindezentrum St.Stephanus teilnehmen zu können, müssen sich die  Schüler/innen für die 5./6. Stunde beurlauben lassen.

 

Bußtagsgottesdienst 1996

Am 20.11.1996 fand in Zusammenarbeit mit dem nahen Gemeindezentrum St. Stephanus ein Schülergottesdienst mit dem Thema "Denk mal! Besinnen - innehalten - nachdenken" statt. Das Thema des Gottesdienstes war die Geschichte „Jesus und die Ehebrecherin“ (Joh.8). Die Theater-AG des Johanneums unter der Leitung von Frau Homburg bot Szenen aus dem Alltag dar, Schüler und Schülerinnen der Klassen 8 und 11 von Herrn Glombik lasen selbstformulierte Texte und  eine kleine Musikgruppe (Leitung Frau Kayser) trug zur musikalischen Gestaltung bei.  Pastor Valerius leitete den Gottesdienst. Zusammen mit Schülern aus der Kopernikus-Realschule besuchten etwa 200 Schüler den Gottesdienst in der evangelischen Kirche des Gemeindezentrums. Das Plakat gestaltete Herr Sinning.

G. Glombik

 

Die Materialen des Gottesdienstes können eingesehen werden unter:http://www.rpi-loccum.de/globau.html

Bußtag 1996 (Plakat)

Plakatentwurf: Martin Sinning

 

Bußtag 1997 (Plakat)
Bußtagsgottesdienst 1997

 

Der Schülergottesdienst des Jahres 1997 wurde gemeinsam von Schülern, Lehrern und Pastor Valerius vorbereitet. Die Textgrundlage des Gottesdienstes mit dem Thema "Einsicht" war das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk.15), bei dem die Einsicht in die Beschränktheit der Einsichtigkeit (=Einseitigkeit) der Lebensauffassungen der beiden Söhne thematisiert wurde: Der jüngere (verlorene) Sohn verliert fast sein Leben mit seinem Drang frei zu sein, der ältere Sohn verfehlt den Lebenssinn, indem er seinem Bruder nicht verzeihen kann. Im Gottesdienst spielte zur Begleitung der Lieder eine Schülerband. Das Plakat wurde von Herrn Wyrwas gestaltet.

G. Glombik

 

Bußtagsgottesdienst 1998

 

1998 wurde das Thema des Bußtagsgottesdienstes von den Worten der Bergpredigt bestimmt: "Richtet nicht , damit ihr nicht gerichtet werdet!" und "Was sieht du den Splitter im Auge deines Bruders...., aber den Balken in deinem Auge siehst du nicht..."(Mat 7). Im Gottesdienst spielte ein großer Holzbalken, der in ein großes gemaltes Auge an der Wand hineinragte, eine Rolle.(Das Plakat macht daraus einen dicken Bleistift, mit dem ein anderer Mensch „markiert“ wird). Der  verhängnisvolle Balken wurde im Verlauf des Gottesdienstes in ein Kreuz verwandelt- ein Symbol für die Versöhnung und Vergebung, die von Gott ausgeht. Die Theater-AG des Johanneums wirkte mit einigen Szenen mit.
G. Glombik
Bußtag 1998 (Plakat)

 

Bußtag 1999 (Plakat) 
Bußtagsgottesdienst 1999

 Am Bußtag 1999 feierten ca. 120 Schülerinnen und Schüler des Johanneums im Gemeindezentrum St. Stephanus von 12.00–13.00 Uhr einen Schülergottesdienst unter dem Motto „Mensch Josef“. Die Josefsgeschichte des Alten Testaments diente dem Vorbereitungsteam von Pastor Valerius und den Religionslehrern Frau Teichert und Herrn Glombik als Vorlage und Orientierung für die Erzähltexte, Meditationen und Gebete, die von Schülerinnen und Schülern der Kl. 9L , 10aF , 10F1 und 10F2 im Religionsunterricht erarbeitet und im Gottesdienst vorgetragen wurden. Den tragischen Konflikt Josefs mit seinen Brüdern verdeutlichte Herr Pastor Valerius in seiner Predigt als Beispiel für den Weg eines Menschen von tiefster Verlassenheit bis zu glanzvollem Aufstieg (siehe der galante Anzug eines heutigen „Josef“ auf dem Plakat), aber unter dem Zeichen von Umkehrbereitschaft und Versöhnung. Die Lieder wurden von Herrn Mielke (Piano) und Herrn Glombik (Gitarre) begleitet. Eine Gruppe der Chor-AG unter der Leitung von Frau Elle-Elbrechts verfeinerte die besinnliche Atmosphäre mit mehrstimmigen Gesangsstücken. Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden, nicht zuletzt auch Herrn Wyrwas, der wieder ein gelungenes Plakat entwarf. G. Glombik

 

Bußtagsgottesdienst 2000

"Warum Jona?" lautete das Motto des diesjährigen Schülergottesdienstes des Johanneums zum Buß- und Bettag. Ungefähr 130 Schüler und Schülerinnen feierten von 12.00 - 13.00 Uhr im ökumenischen Gemeindezentrum St. Stephanus den Gottesdienst. Den hatten Pastor Valerius, die Religionslehrer Herrn Glombik und Frau Teichert sowie Schüler und Schülerinnen der 9. und 10. Klassen vorbereitet. Im Mittelpunkt stand die Gestalt des Jona aus dem Alten Testament. Nacherzählungen, Meditationen, Lieder, Predigt und Gebete stellten Jonas Not dar, die frevelhaften Bewohner von Ninive zur Umkehr zu bewegen. Die Predigt verdeutlichte, dass es bei Jonas Problemen auch um Lebenssituationen heutiger Menschen geht. So läuft der verzeifelte Jona zunächst vor den seinen Schwierigkeiten davon, findet aber mit Hilfe des Wals und des Rizinusstrauches durch Gottes Hilfe in die Wirklichkeit zurück. Jonas Auseinandersetzung mit den Fragen "Warum tut Gott das ?" und "Warum gerade ich?" wurden als Hilfe zur Umkehr, zu großzügigem Umgang mit anderen Menschen und zur Eröffnung neuer Möglichkeiten verstanden . Schülerinnen aus den Klassen 10AL, 10L und 9F1 trugen Texte vor, Herr Mielke (Klavier) und Herr Glombik (Gitarre) begleiteten die Lieder. Das eindrucksvolle Plakat gestaltete Herr Wyrwas. Vielen Dank an alle Mitwirkenden. I. Teichert

Bußtag 2000 (Plakat)

 

Bußtag 2001 (Pkakat)

 

Bußtagsgottesdienst 2001

Die Auseinandersetzung mit Franz von Assisi - einem der beliebtesten und bekanntesten Heiligen des Mittelalters - stand am 21.11.01 im Mittelpunkt der Schülergottesdienstes des Johanneums zum Buß- und Bettag. Zum fünften Mal seit 1996 feierten Schüler/ìnnen und Lehrer/ìnnen am Bußtag einen gemeinsam vorbereiteten Gottesdienst in der St. Stephanus-Gemeinde. Franz von Assisi traute sich eine Änderung seines Lebens zu. Er verzichtete freiwillig und ohne Not auf all das, was das Leben angenehm macht. Er lebte ohne warme Kleidung, ohne feste Wohnung und ohne Geld. Mit diesem Leben, das Franz schon im 13. Jahrhundert viele Anhänger, aber auch Schwierigkeiten mit seiner Kirche brachte, beschäftigten sich unter dem Motto "Mensch - trau dich" Bilder, Legenden, kurze Spielszenen, Lieder, Gebete und die Predigt. Die Texte wurden von Frau Aulike, Herrn Glombik und Frau Teichert im Religionsunterricht in den Klassen 7L1, 7LB, 10F2 und im 12. Jahrgang vorbereitet und von deren Schülern mit Unterstützung der Theater-AG unter Leitung von Frau Homburg vorgetragen. Pastor Valerius hielt die Predigt, Herr Mielke (Klavier) und Herr Glombik (Gitarre) begleiteten die Lieder, der Chor unter Leitung von Frau Elle-Elbrechts unterstützte die musikalische Gestaltung. Das Plakat hat Herr Wyrwas entworfen. Vielen Dank an alle Mitwirkenden. I. Teichert

 

Bußtagsgottesdienst 2002

 

Schon zum siebten Mal fand ein Schülergottesdienst zum Buß- und Bettag statt. Vorbereitet und gestaltet wurde er wieder von Schülern/innen der Klassen 7-12, Religions-, Kunst- und Musiklehrern des Johanneums und dem Pastor der St. Stephanus-Kirche in Kaltenmoor. Herrn Valerius.

Petrus Simon, der Jünger Jesu, stand im Mittelpunkt des Nachdenkens. Es ging vor allem um den Zwiespalt in der Gestalt des Petrus, einerseits um sein Versagen in entscheidenden Situationen, andererseits um seine Berufung zum Nachfolger Jesu, um das Symbol des Hahns und des Schlüssels.

I. Teichert
Bußtag 2002 (Plakat)

 

Bußtag 2003 (Plakat)

Plakatentwurf: Rolf Wyrwas

Bußtagsgottesdienst 2003

 

Der Schülergottesdienst hatte das Thema "Gib mir dein Wort". Pastor Valerius  führte durch den Gottesdienst.

Frau Teichert stellte das Thema des Gottesdienstes vor: Was können Worte bewirken? Schüler einer Theatergruppe unter der Leitung von Frau Homburg stellten zu Anfang in einzelnen Spielszenen dar, wie ein immer weiter verbreitetes Gerücht einem Jugendlichen zum Verhängnis werden kann. Durch musikalische Einlagen - ausgeführt von Alena Wieske, Gesa Bödeker (Klarinetten) und Herrn Mielke (Piano) - wurden die einzelnen Szenen spannender. Frau Aulike zeigte am Beispiel einer biblischen
Geschichte, wie Worte Jesu Vertrauen schaffen können. Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Klassen des Johanneums trugen eigene Überlegungen zu selbst ausgewählten Bibelworten vor. Herr Glombik an der Gitarre und Herr Mielke am Piano begleiteten die Lieder des Gottesdienstes.

 

Bußtagsgottesdienst 2004

 Unter dem Motto "Fremde Heimat" bereitete ein Team bestehend aus Frau Aulike, Frau Teichert, Herrn Glombik und Pastor Valerius die Geschichte der alttestamentlichen Frauengestalt Ruth für einen Schülergottesdienst auf. Die Moabiterin Ruth hielt in schwierigen Notzeiten zu ihrer Schwiegermutter aus Juda und kehrte mit ihr in deren Heimat zurück. Sie erlebte Eingliederungschwierigkeiten wie viele Zuwanderer in unserer Zeit. Einige solcher Lebensläufe aus der Gegenwart wurden von Schülern im Gottesdienst vorgestellt. Die musikalische Begleitung übernahmen Herr Mielke und Herr Glombik

 

Schülergottesdienst am Bußtag 2004 in Lüne

Erstmals fand auch für die Klassen 5 und 6 der Außenstelle Lüne des Johanneums ein Schülergottesdienst am Bußtag in der Klosterkirche Lüne statt. Vorbereitet wurde er von Herrn Pastor Spengler und Herrn Glombik gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 6L. In Anlehnung an das Thema des Gottesdienstes 2002 in St. Stephanus wurden Schuld und Vergebung am Beispiel der Petrusgeschichte von den Schülern der Kl. 6L in einem Pantomimenspiel dargestellt.
G.Glombik

Bußtag 2004 (Plakat)

Plakatentwurf: Rolf Wyrwas

 

Bußtag 2005 (Plakat)

Plakatentwurf: Rolf Wyrwas

Bußtagsgottesdienst 2005

 Die Unterrichtseinheit „David und Saul“ in einer 7. Klasse von Herrn Glombik – und hier besonders die Szene „David und Saul in der Höhle“ ( 1. Samuel 24) - lieferte die Vorlage für das Thema des  diesjährigen Schülergottesdienstes. David, der von König Saul verfolgt und mit dem Tod bedroht wird, bekommt die Gelegenheit, sich an Saul zu rächen, verzichtet aber darauf.  Das Gewissen war stärker.  Der Beweis  hierfür ist der Fetzen Stoff, den David heimlich aus dem Mantel Sauls geschnitten hatte (siehe Plakat). Das Gute, das David an Saul getan hat, erhält die Chance über das Böse zu siegen, was besonders bei Jesus in der Bergpredigt und bei Paulus (Röm 12,21) zum Programm wird.

Von Schülern vorgetragene Erzähltexte, gesprochene Standbilder zu Davids Gewissen, Szenen der Theater-AG unter der Leitung von Frau Homburg und Lieder, die von Herrn Mielke am Piano und Herrn Glombik an der Gitarre begleitet wurden, trugen zur Vielseitigkeit der Gestaltung bei.

Schülergottesdienst zum Bußtag 2005 in Lüne

Ein Gottesdienst mit gleichem Thema und ähnlicher Gestaltung (mit Pastor Spengler und Diakon H. Schwier) fand auch in der Klosterkirche Lüne für die Klassen 5/6 der Außenstelle des Johanneums statt. 

G.Glombik

 

Autoren: G. Glombik, I. Teichert
Web: G. Glombik; letzte Änderung  9.12. 2013
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