Bußtagsgottesdienste ab 2006

Bußtagsgottesdienst 2006

 

Anlässlich des 600-jährigen Jubiläums des Johanneums bot es sich an, das Thema des Jubiläumsgottesdienstes , die Gestalt  Johannes des Täufers, des Namenspatrons des Johanneums, aufzugreifen und  auf den Schülergottesgottesdienst am Bußtag zu übertragen (siehe das Plakat: Es zeigt Johannes den Täufer im Glasfenster der alten Aula des Johanneums, was sich heute im Forum des Johanneums befindet).

 Eine Schülergruppe unter der Leitung von Herrn Hensen stellte mit gespielten Szenen die Persönlichkeit und die Bußpredigt Johannes des Täufers vor.  Der drängenden Nähe des  darin vorkommenden drohenden Weltgerichts wurde das Gleichnis Jesu vom Feigenbaum  (Luk.13,6-9) gegenübergestellt, in dem der Gewinn einer zeitlichen Frist  zur Umkehr und damit Hoffnung für Verlorene im Mittelpunkt steht.  Die Lieder des Gottesdienstes wurden von Frau Müllenbach (Piano) und von Herrn Glombik (Gitarre) begleitet. 

G.Glombik

Bußtag 2006 (Plakat)

Plakatentwurf: Rolf Wyrwas

 

Bußtag 2007 (Plakat)

Plakatentwurf: Rolf Wyrwas

Bußtagsgottesdienst 2007

Elisabeth von Thüringen

Elisabeth von Thüringen stand 2007 im Mittelpunkt unseres Buß- und Bettagsgottesdienstes unter dem Motto: Brich Dir (k)einen Zacken aus der Krone! Elisabeth von Thüringen – eine Heilige seit fast 800 Jahren, geboren 1207 als Prinzessin in Ungarn, mit vier Jahren verlobt, mit 14 in Thüringen verheiratet, mit 19 Jahren Witwe und im Alter von nur 24 Jahren in Marburg gestorben. Aus diesem kurzen Leben ist Erstaunliches überliefert, sie fasst selbst mit an, verteilt eigenhändig Geld, Essen, Kleidung, pflegt Kranke, gründet ein Hospital, gibt Reichtum für die Armen. Bricht sie sich damit einen Zacken aus der Krone?

Der Gottesdienst wurde in bewährter Weise von unserem Kollegenteam mit den Schülern und dem Pastor der Kirchengemeinde St. Stephanus vorbereitet. Bei diesem Gottesdienst wurde zum ersten Mal eine Kollekte eingesammelt für ein Projekt in Peru. Eine ehemalige Schülerin des Johanneums Dorothea Brady und ihr Mann arbeiten in Peru in einem Missionskrankenhaus, das die medizinische Versorgung der Indianer und der armen Landbevölkerung verbessern soll. Die beiden Ärzte haben dieses Projekt selbst im Johanneum vorgestellt.

K. Aulike, I.Teichert

 

Bußtagsgottesdienst 2008

 

Der verlorene Sohn

In diesem Jahr bestimmte die Parabel vom Verlorenen Sohn aus dem Lukasevangelium (Kapitel 15) unseren Gottesdienst. Der verlorene Sohn, er war am Ende und kam völlig verarmt und enttäuscht zurück nach Hause. Sein Vater nahm ihn wieder auf und gab sogar ein Fest für ihn. Soweit kennen wir die Geschichte aus der Bibel. Aber was passierte vorher? Warum ließ sich der Sohn vorzeitig sein Erbe auszahlen und ging dann weg? Hatte er Angst, etwas zu verpassen? Gab es Streit? Fiel da auch der Satz:“Dann geh doch, wenn Du willst!“? Und welche Rolle spielte der Bruder? War der eigentlich ganz froh, dass sein jüngerer Bruder endlich weg war? Wie könnte sich diese Geschichte heute abspielen? Diesen Fragen gingen wir im Gottesdienst nach.

Schüler und Schülerinnen der 8. Bis 10. Klassen, Religions-, Kunst- und Musiklehrer/innen und die katholische Gemeindereferentin von St. Stephanus bildeten das Vorbereitungsteam.

K.Aulike, I.Teichert

Bußtag 2008 (Plakat)

Plakatentwurf: Rolf Wyrwas

 

Bußtag 2009 (Plakat)

Plakatentwurf: Rolf Wyrwas

Bußtagsgottesdienst 2009

 

Zachäus – Einer geht zu weit

Wir machen eine Zeitreise in das Jahr 28 n. Chr. zu dem Zöllner Zachäus und seiner Begegnung mit Jesus. Palästina ist von den Römern besetzt. In ihrem Auftrag treiben jüdische Zöllner Geld ein. Daraus entsteht für beide Seiten ein gutes Geschäft, die Römer bekommen einen Großteil der Einnahmen, den Rest dürfen die Zöllner behalten. Sie beuten dabei oft ihre eigenen Landsleute aus und sind entsprechend schlecht angesehen in der Bevölkerung. Ausgerechnet ein solcher Zöllner setzt alles daran, Jesus zu sehen, und ausgerechnet bei ihm lädt sich Jesus ein. Diese Begegnung verändert Zachäus. Er gibt Geld an die Armen zurück. Was tun wir heute mit unserem Geld? Was steckt in dem Wort „Geldbuße“? Diese Geschichte gibt auch heute noch Anstöße.

Unser Team mit Schülern und Schülerinnen der Klasse 10  mit Pastor Stolze gestalteten diesen Gottesdienst.

K.Aulike, I.Teichert

 

Bußtagsgottesdienst 2010

 

Jakob und Esau – Segen geklaut, Zukunft verbaut?

Jakob und Esau sind Zwillingsbrüder. Jakob ist der Liebling seiner Mutter Rebekka, Esau steht seinem Vater Isaak näher. Esau ist zwar der Erstgeborene, Jakob ist aber der Überlegenere. Er kennt seine Vorteile. Er nutzt die Schwächen seines Bruders schamlos aus. Das Erstgeburtsrecht luchst er Esau für einen Teller voller Linsen ab und klaut ihm den Segen des Vaters. Esau schäumt vor Wut und will Jakob umbringen. Hat Jakob noch eine Chance oder hat er sein ganzes Leben verbaut?

Schüler und Schülerinnen des Religionsunterrichtes der Klassen 9B1 und 9B2 mit Frau Iwamoto und unser Vorbereitungsteam haben mit Pastor Stolze diesem Gottesdienst vorbereitet.

K.Aulike, I.Teichert

Bußtag 2010 (Plakat)

Plakatentwurf: Rolf Wyrwas

 

Bußtag 2011 (Plakat)

Plakatentwurf: Rolf Wyrwas

Bußtagsgottesdienst 2011

 

Vom Saulus zum Paulus

Viele kennen das Sprichwort: vom Saulus zum Paulus werden. Das sagt man zu einem Menschen, der seine Haltung radikal verändert. Er wird vom Christenverfolger zum glühenden Anhänger Jesu. Ohne ihn hätte sich das Christentum nicht ausbreiten können. Paulus hat nicht nur seine Einstellung verändert, sondern auch gleich seinen Namen. Können wir ihm das abnehmen oder ist er ein Heuchler? Gibt es so eine Wandlung auch noch heute?

Wir haben gemeinsam nachgedacht, gebetet, Lieder gesungen mit K. Aulike, G. Glombik, J. Hensen, M. Iwamoto, I. Teichert , Pastor Scholze und einem Schülerteam.

K.Aulike, I.Teichert

 

Bußtagsgottesdienst 2012

 

Soll ich meinen Bruder retten, diesen unverschämten Träumer, oder soll ich ihn im Brunnen umkommen lassen?

Soll ich meine Brüder weiter quälen, oder soll ich mich zu erkennen geben und Frieden mit ihnen schließen?

Diese Fragen stellen sich Ruben und Joseph in der berühmten Josephs-Geschichte der Bibel. "Soll ich oder soll ich nicht?“  - das ist oft die Frage in schwierigen Situationen, in denen man Entscheidungen treffen muss, die folgenreich sein werden. Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs hinterfragten solche Situationen aus der Josephs-Geschichte und führten szenisch vor, was geschehen sein könnte, wenn anders entschieden worden wäre.

Begleitet wurde der Gottesdienst durch passende aktuelle Songs und selbst verfasste Gebete und Fürbitten der Schülerinnen und Schüler.

 

Bußtag 2012 (Plakat)

Plakatentwurf: Rolf Wyrwas

 

Bußtag 2013 (Plakat)

Plakatentwurf: Rolf Wyrwas

Bußtagsgottesdienst 2013

 

Nach Jer. 7, 1-11 (Jeremias Tempelrede) gestalteten die Schülerinnen und Schüler  einer 9. Klasse mit ihrer  Religionslehrerin  M. Iwamoto Szenen, in denen Diebstahl, Verleumdung, Rassismus und ein willkürliches fiktives Gerichtsurteil in der modernen Zeit  gezeigt wurden. Jede Szene wurde von einem Schüler kommentiert, es folgte ein Sprechchor der ganzen Klasse: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär‘ nur deine Schuld, wenn sie so bleibt“. (Dieses Motto ist ein Zitat aus einem Text der Gruppe  „Die Ärzte“).  Danach las ein Schüler einen Traum vor: Wie wäre die Welt ohne das soeben gezeigte Verbrechen?

Der Gottesdienst wurde von Pastor Stolze als Liturg begleitet. Die musikalische Gestaltung der Lieder  des  Gottesdienstes wurde von Bente Hein und Luc Wieckhorst am Piano und von Herrn Glombik an der Gitarre geleistet.

M. Iwamoto

 

Bußtagsgottesdienst 2014 

Der Gottesdienst wurde von der Klasse 9FB in Gruppen vorbereitet. Zu Beginn des Gottesdienstes erhielt jeder Gottesdienstteilnehmer einen kleinen Stein. Als Einstieg spielten Schüler und Schülerinnen eine Pro- und Kontra- Demonstration mit Plakaten und Statements zum Thema Todesstrafe. Die Bibellesung der Geschichte „Jesus und die Ehebrecherin“ (Joh. 8) wurde pantomimisch in „Standbildern“ visualisiert. Die beteiligten „Schriftgelehrten“ begründeten anschließend, warum sie ihren Stein doch nicht werfen wollten. Pastor Stolze vertiefte in seiner Predigt die Forderungen Jesu  zur Nichtvergeltung und Vergebung. Danach konnte jeder  Gottesdienstteilnehmer „seinen“ erhaltenen Stein zum Zeichen der gewaltfreien Bewältigung eines persönlichen Problems vor den Altar legen. G.Glombik

 

Plakat: Rolf Wyrwas

 

Bußtagsgottesdienst 2015

Was zählt überhaupt? Was ist mir wichtig? Was ist wertvoll in meinem Leben, so dass ich es auf jeden Fall festhalten möchte? Was bringt mir das? Und was bleibt noch, wenn etwas schief geht in meinem Leben? Schlechte Schulnoten hier, eine verpasste Chance dort.  Muss ich dann den Kopf in den Sand stecken? Und was zählt dann noch?

Mit diesen Fragen haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9F beschäftigt. Mit einer Mediation und Liedern, mit gefilmten und szenisch dargestellten Interviews zu 1. Kor 13,13 und einer Mitmachaktion regten sie zum Nachdenken über das an, was wirklich zählt. Begleitet wurde der Gottesdienst von Pastor Stolze, der auch die Predigt hielt, und Herr Glombik unterstützte ihn musikalisch. C. Pohl

 
Autoren: G. Glombik, I. Teichert, M. Iwamoto, C. Pohl; 
Web: G. Glombik; 3.1. 2014,  letzte Änderung: 25.1.2016
 
Nachrichten