Figurative und non-figurative Plastiken

Vom 24. Januar 2014 bis zum 28. Februar 2014 sind im Behördenzentrum „Auf der Hude“ plastische Arbeiten von SchülerInnen der Jg. 11 und 12 zu sehen. Die Plastiken sind im November/ Dezember 2013 im Kunstunterricht auf grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau unter der Leitung von Frau Bartel entstanden und zeigen unterschiedliche gestalterisch-praktische Zugänge zum abiturrelevanten Semesterthema „Denkmal: Skulptur und Plastik im öffentlichen Raum“ auf.

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1. Gestaltung einer plastischen Ganzkörperfigur zu einer Gemütsstimmung

Die SchülerInnen der Jg. 11 widmeten sich der Aufgabe, mit Draht und Pappmaché eine menschliche Figurenplastik in Form einer Ganzkörperdarstellung gemäß einer frei gewählten, klar definierbaren Gemütsstimmung zu kreieren.

Da Form und Farbe primäre Ausdrucksträger sein sollten, bedienten sich die SchülerInnen einer vereinfachten, auf das Wesentliche reduzierten Formensprache. Es wurde sich auf die Verwendung von nur wenigen Farben und geeigneten Farbkonstellationen beschränkt. In der oft erfolgten Nicht-Einhaltung des so genannten 8-Kopf-Kanons beziehungsweise in der Verzerrung der menschlichen Proportionen sowie in der Abwandlung der äußeren Formen des Körpers und der Wahl ausdrucksstarker und kontrastreicher Farben spiegelt sich die bewusste Abkehr von der naturgetreuen Darstellungsweise wider. Paul Klees Ausspruch „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“ (1920) war für die Kursteilnehmer neben einzelnen plastischen/skulpturalen und malerischen Werken von Ernst Barlach, Alberto Giacometti, Ossip Zadkine, Edvard Munch und Max Beckmann ein wesentlicher Impuls zum Gestalten.

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2. Eine ungegenständliche Plastik für das Schulgelände des Johanneums

Die den Kunstkurs auf erhöhtem Anforderungsniveau besuchenden SchülerInnen der Jg. 12 hatten die Aufgabe, eine ungegenständliche Plastik für das Schulgelände des Gymnasiums Johanneum mit formalem Bezug zur äußeren Gestalt des Schulgebäudes und inhaltlichem Bezug zum Schulleben zu gestalten.

Johanneum_bild_01_2014Zunächst wählte jeder Kursteilnehmer einen persönlich favorisierten Standort auf dem Schulgelände für die Aufstellung einer Plastik. Der Standort mit direktem Blick auf das Schulgebäude wurde fotografisch festgehalten. Die Vorlage von Fotografien aus verschiedenen Perspektiven galt als wichtige Basis für das Skizzieren von Ideenvariationen. Nachdem mehrere Ideen skizziert, optimiert und verdichtet worden waren, wurde ein zeichnerischer Entwurf entwickelt und schließlich dreidimensional mit Materialien freier Wahl umgesetzt.

Johanneum_bild_02_2014Wesentliche zu beachtende Aspekte beim Gestalten waren die formale Ähnlichkeit zwischen der Plastik und dem Schulgebäude – rationalisierte und geometrische Formensprache – sowie die Wahl geeigneter Materialien, Farben und Motive, die auch inhaltliche Bezüge zur Schule des Johanneums und zur eigenen Lernbiographie deutlich machen. Die Titelvergabe sollte zu einem besseren Verständnis der konstruktivistischen Plastik verhelfen und die mit wenigen Gestaltungsmitteln umgesetzte Thematik unterstützend zum Tragen bringen.

Wichtige Anregungen zum Gestalten erhielten die SchülerInnen im Rahmen der Auseinandersetzung mit dem „Denkmal für die Märzgefallenenen“ (1921) von Walter Gropius.

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