Siegerseminar "Jugend debattiert" 2014

Bericht über das Siegerseminar der Regional-Sieger (Regionalverbund Uelzen-Lüneburg) von Jugend debattiert (von Vivian)

 

Am Montag (3.3) mussten wir schon um 6:50 am Bahnhof sein, um rechtzeitig zu Beginn des Rhetorik Seminars in Bad Nenndorf zu sein. Als wir dann nach einer relativ langen Fahrt dort ankamen, konnten wir kurz in unsere Hotelzimmer einchecken, die wir uns jeweils mit einem anderen Teilnehmer teilen mussten. Danach trafen wir uns auch schon das erste Mal im Plenum. Wir waren zusammen aus Sek. 1 + 2. ca. fünfzig bis sechzig Leute, weshalb wir auch in Gruppen von etwa zehn Leuten aufgeteilt wurden. Jede Gruppe hatte einen Coach und einen eigenen Raum, in dem wir uns regelmäßig getroffen haben.

 

Jugend debattiert Siegerseminar Bad Nenndorf 2014-1020379 (1024x1024).jpgDer erste Tag ging dann auch gleich in den Gruppen los und wir haben zu Anfang erst einmal besprochen, was wir vom Seminar erwarten und was wir gerne besonders lernen würden. In meiner Gruppe wurde auch sehr viel von meinem Coach aufgeschrieben und dann im Raum aufgehängt, damit man sozusagen immer das Ziel oder die verschiedenen Methoden vor Augen hatte. Nach der ersten Besprechung, kam dann schon das Mittagessen, was auch im Hotel stattfand. Wir waren zu der Zeit die einzigen Gäste, was ziemlich praktisch war. Danach ging es wieder in die Seminargruppen, bis es dann um 15.30 Uhr wieder eine Kaffeepause gab.

Von 16.00 bis 18.00 war dann die letzte Seminarsitzung in den Gruppen, dann gab es Abendessen. Ab 19.30 trafen wir uns dann wieder im Plenum und das Abendprogramm wurde vorgestellt. Es gab jeden Abend viele verschiedene Angebote, neben Spielen und Filmen, auch weitere freiwillige Seminare z. B. zum Thema Stress und Lampenfieber. Man konnte aber auch im Zimmer bleiben oder in kleinen Gruppen selbst den Ort erkunden. Um 22 Uhr musste man aber wieder im Hotel sein und ab 0.30 Uhr war dann Nachtruhe.

 Am Morgen gab es ab 8.00 Frühstück und um 9.00 musste man wieder in seiner Gruppe zusammen kommen. Das war so der Tagesablauf und meiner Meinung nach gab es auf jeden Fall genug Freizeit und einen guten Wechsel zwischen Arbeitsphasen und Pausen. In meiner Gruppe haben wir uns vor allem noch einmal mit dem genauen Aufbau einer Debatte beschäftigt. Das heißt wir haben die Aufgaben der einzelnen Positionen in den verschieden Phasen der Debatte geklärt und auch vertieft, indem wir z.B. selbst eine Pro 1 Einführungsrede vor unseren Gruppenmitgliedern führen mussten. Außerdem haben wir besprochen, welche unterschiedlichen Aspekte zusammenpassen und -spielen müssen (optisch, akustisch und sprachlich). Wir haben uns also nicht nur mit dem Inhalt und der Struktur, sondern auch mit z.B. der Gestik oder Artikulation befasst. Zwischendurch gab es auch immer wieder Spiele, die einerseits die Konzentration und Genauigkeit, als auch die Spontanität fördern sollten. So mussten wir zum Beispiel einem anderen eine Form beschreiben, die dieser dann aus versch. Steinen legen musste. Dabei durfte nur der "Beschreibende" sprechen, der aber nicht sehen konnte, was der andere tat. Man musste dabei darauf achten, sehr genau zu erklären, damit am Ende das richtige Bild rauskam. Besonders gut hat mir gefallen, dass man immer nach jeder Aufgabe bzw. jedem Vortragen eine Rückmeldung der anderen erhalten hat und so genau wusste, was man verbessern sollte. Außerdem haben wir viele Zettel von unserem Coach bekommen, auf dem alles noch einmal erklärt wurde. Man kann sich also das Gelernte gut nochmal zu Hause angucken. Debattiert haben wir gar nicht so viel, nur am letzten Tag. Da wurden dann die Gruppen auch gemischt und jeder bekam seine Position und Thema zugeteilt. Dann wurde nach kurzer Vorbereitung vor einer kleinen Jury debattiert und man bekam auch hier sofort eine Rückmeldung. Alles in allem würde ich sagen, dass man dort viel gelernt und auch gut vertieft hat. Gerade methodisch bin ich sicherer geworden. Auch die Coaches und die anderen Sieger waren wirklich nett und es war interessant, die anderen Mal kennen zu lernen und zu erfahren, was sie alles schon können, bevor es dann am 18. März mit dem Landeswettbewerb losgeht.

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