++   19.10.2017 Schnupperstunde Technik-AG  ++     
     ++   19.10.2017 Fachkonferenz Erdkunde  ++     
     ++   20.10.2017 Elternsprechnachmittag Klasse 5  ++     
     ++   23.10.2017 Dienstbesprechung  ++     
     ++   24.10.2017 SEA: AG Differenzierung  ++     
     ++   24.10.2017 DaZ Arbeitskreis  ++     
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JojoTimes aktuell

                                    NÄCHSTE AUSGABE: bald...;)
 
!Ihr habt es bestimmt schon mitbekommen: Das Johanneum hat eine Schülerzeitung. Jetzt müsst ihr nicht mehr auf die nächste Ausgabe warten, denn die aktuellsten Artikel und EURE Kleinanzeigen findet ihr jetzt auch auf der Internetseite des Johanneums - also hier!

 

Das leise Klackern der Tastaturen, der ein oder andere Klick der Maus und zwischen durch immer ein wenig Gelächter – es sind diese Geräusche, welche die Schülermedienbibliothek jeden Mittwoch erfüllen. Denn immer in der 8ten und 9ten Stunde verwandelt sich dieser Raum in einen Ort, an dem fleißig geplant und geschrieben wird – für euch!

Die Schülerzeitung trifft sich nun mehr als einem Jahr jede Woche dort, um gemeinsam zu arbeiten. Auch du kannst ein Teil dieses Teams werden! Wir sind immer auf der Suche nach engagierten Schülerinnen und Schüler, die ihren Teil für die Zeitung beitragen.

Doch auch wenn euch das Zeitungmachen nicht gelegen ist, könnt ihr uns trotzdem unterstützen. Ob Anregungen, Fragen oder Vorschläge – die Zeitungs-AG freut sich über jede Kontaktaufnahme. Erreichen könnt ihr uns unter der offiziellen Email ( ) oder spricht uns einfach persönlich während der AG-Zeit an.

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch die Redaktion der JoJo-Times

Auf dem Weg zum Weltstar - Chor und Bigband unter der Leitung von Frau Pankoke und Herrn Rossow haben am 15. und 16. Juni wieder ihr Talent zum Besten gegeben. Hier seht ihr ein paar Fotos vom Konzert.
 
17. Juni
Talente am Johanneum
Das Gymnasium Johanneum Lüneburg hat dieses Jahr mal wieder eine Aufführung gehalten.
Diese hat die Eltern, Lehrer, Schüler und andere Besucher begeistert.

Vor allem musikalisch hatte man die Aufführung gut gemacht.
Es gab auch eine Schulband, aber der Chor, der aus einem Teil von Lehrern besetzt war, hat auch viel mit dem Mund (!) musiziert.


Der Raum war voll mit Zuschauern,die sich schon auf den Beginn freuten. Dann ging es los:
 
Zuerst applaudierten alle und es wurde ein kleiner Zusammenschnitt gezeigt, indem Schüler aus der Chor und Band Arbeitsgemeinschaft, Lehrer und Mitarbeiter der Schule fragten, warum sie denn keine Weltstars seien.
Danach wurde ein Lied namens „Viva la Vida“ gespielt.
Ein weiterer Zusammenschnitt war gezeigt worden und man hatte gefragt, was sie denn ändern sollten. Die Antwort war, dass sie mehr Tanz bräuchten.
Eine weitere Antwort war gewesen, dass sie auch mehr Bildung in ihren Lieder einbauen müssen.
Ein weiteres Lied wurde gespielt und zwar von „Hamlet“, allerdings wurde die Zusammenfassung was in Hamlet passiert, gerappt.
Noch einmal wurden Lehrer gefragt, weshalb sie nicht Berühmt sein, auch der Verkäufer in der Mensa wurde gefragt. Die Lehrer und der Verkäufer meinten, dass sie doch mehr Werbung machen sollten.
Daraufhin sind zwei Lehrer in einem Schokoriegel-und Kaffelostüm
aufgetreten.
Es sollte eine Schleichwerbung da spielen. Dazu spielte das Orchester.
Wieder war ein Film eingeblendet worden, indem man erfuhr, wie man Karriere macht.
Ein Lied wurde vorgespielt namens „All That She Wants“ mit Begleitung vom Orchester und dem Chor.
Es folgte eine Modeshow, wo sich Schülerinnen in verschiedenen Kostümen verkleideten.
Danach wurde das Lied „Reeperbahn“ gespielt.
Ein weiteres Lied „ Sledge Hammer“ ist gespielt worden.
Danach kam wieder ein Lied „Hanging Tree“
Wieder einmal wurde die Frage gestellt, warum sie keine Weltstarts seien.
Einige Lehrer meinten, sie sollen mehr beten und es wurde das Lied „Down In The River To Pray“ gespielt.

Zum Finale:
Es wurde das Lied „ Let´s Get Loud“ gespielt.
Zum Schluss der ersten Aufführung, wurde noch einmal applaudiert.
Für eine Sängerin des Chors, die Geburtstage gehabt hatte, Happy-Birthday gesungen. Eine Zugabe wurde gespielt. Einen Applaus gab es für den Leiter des Schulorchesters und für die Leiterin des Chors.

Artikel: Jan Seibel

 


18. Mai

Mit Pikachu und Pumeluff auf der RPC!

Jedes Jahr findet in Köln die RPC (=Role-Play-Convention)-Germany statt.

So auch im Jahr 2015 und auch in diesem Jahr 2016.

Ich war auf der RPC-2015 Germany und einige Erlebnisse von mir findest du in diesem Artikel.

Als Erstes bemerkt man, dass sehr viele Besucher sich als Charaktere aus Computerspielen verkleidet haben. So etwas wird Cosplay genannt. Dabei ist es egal, als was man sich verkleidet, es muss nur von einer Fernsehserie, Computerspiel, Manga etc. stammen.

Überall sind viele Stände verteilt.

Zum Beispiel die Roccat-Bühne, mehrere Stände von Cosplayern, Stände zum Testen von unterschiedlichsten Spielen, Kartenspiele wie zum Beispiel Magic The Gathering und auch andere Brettspiele. Stände von Rollenspielen sind auch vorhanden; aber auch viele kleinere Läden, welche Puppen, Taschen, Kleidungsstücke und mehr von Serien und Spielen verkaufen.

 

Berühmte YouTuber, die Minecraft-Videos bringen, waren letztes Jahr auch dabei, zum Beispiel Peterle, MrMoreGame und LPmitKev.

 

Die RPC geht über mehrere Tage. Die RPC 2016 wird vom 28. bis zum 29. Mai stattfinden.

 

Und falls einen doch mal der Hunger ergreift, dann gibt es genug Stände mit Essen und Trinken, wie auch Toiletten.

 

Hat dich die RPC-Germany angesprochen? Falls dies zutrifft, mehr Informationen hier auf der Website http://www.rpc-germany.de/                                                                                                   

 

Logo RPC

Jan Seibel

 

 


24. Dezember

 

Weihnachtliche Klänge mit Band und Chor
Big-Band und Chor des Johanneums spielen ihr großes Weihnachtskonzert

Es ist Mittwoch, der 16.12. kurz vor sieben. Durch die Tür hallen schon gedämpfteTöne von Band und Chorgesang. Aber noch hat das große Weihnachtskonzert nicht begonnen. Noch singen sie sich ein und machen einen letzten Soundcheck. Die begeisterten Zuschauer sammeln sich vor der Tür und warten darauf, endlich in die Aula rein zu dürfen. Dann endlich hat das Warten ein Ende. Herr Weigel, tatkräftiger unterstützer der Technik AG, öffnet die Tür und die wartenden Menschen strömen in die Aula. Vor der Bühne sind viele Stuhlreihen aufgebaut, da, wo sonst die Schüler des Johannneums Unterricht im Fach Darstellendes Spiel haben. Aber heute gehört die Bühne dem Chor und der Big-Band des Johanneums.
Als das Licht ausgeht wird es langsam still im Raum, alle Blicke sind jetzt in Richtung Bühne gerichtet. Dann geht das Bühnenlicht an, und unter tosendem Applaus geht der Chor unter Leitung von Eva Pankoke auf die Bühne. Gefolgt von der Big-Band unter der Leitung von Marco Rossow. Bevor allerdings die ersten Töne gespielt werden, richtet sich der Spot auf Ilyda, sie steht auf und liest Aushang Nr.1 vor: „{…} Entspannen Sie sich und genießen Sie den Nachmittag. Freue sie sich auf unseren Schulleiter, der als Weihnachtsmann verkleidet die Christbaumbeleuchtung  einschalten wird. {…} gezeichnet Eva Pankoke, Leiterin des Chors, und Marco Rossow, Bandleader“
Gemeinsam mit Emma, Sebastian Schütt, Vivian Knopf,  und Herrn Würdemann leiten sie heute mit kleinen Geschichten und Aushängen durchs Programm.
Dann beginnt der Chor mit dem ersten Lied. Sie singen „ Sweet Dreams“, dass Lied welches sie schon oft gesungen haben und das bei dem Publikum trotzdem immer wieder gut ankommt.
Eva Pankoke dirigiert die gut 40 Chormitglieder souverän durchs Lied und erntet mit ihnen zusammen einen großen Applaus.
Nun begrüßen Marco Rosso, der Big-Band Leiter, und Eva Pankoke zunächst das Publikum und erklären, dass die Band heute sogar aus ein paar Ex-Mitgliedern besteht, die heute beim Weihnachte Konzert nochmal dabei sein wollten.
Nach der Begrüßung steht nun Vivian auf und liest Aushang Nummer zwei: „Auf gar keinen Fall sollte die gestrige Mitteilung unsere muslimischen oder einer anderen Religionsgemeinschaft angehörenden Mitglieder derSchulgemeinschaft isolieren. Es ist uns bewusst, dass ihre Feiertage mit den unseren nicht ganz konform gehen! Daher werden wir unsere Veranstaltung ab sofort „Jahreskonzert“ nennen. Es wird weder einen Weihnachtsbaum noch ausschließlich Weihnachtslieder geben. Auch der Schulleiter wird das Licht in der Aula in neutraler Kleidung entzünden. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine schönen Zeit!
gezeichnet Eva Pankoke und Marco Rossow!“
Dann stimmt Fiete aus der Band das Lied „Gimme some lovin`“ an und auch die Big-Band begeistert das Publikum. Nach dem Lied „Mercy, mercy, mercy“, wo übrigens einzelne Bandmitglieder so mutig waren und sogar ein Solo gespielt haben, folgt nun das erste Lied, wo Band und Chor zusammen einen Song performen. Jetzt kommt nämlich „Mädchen, lach doch mal“.
Dann ertönt plötzlich eine sehr bekannte Melodie. Die Band stimmt „Skyfall“ aus dem James Bond Film an. Auch darin steckt wieder richtig viel Power. Besonders ist, dass nun drei Solisten aus dem Chor nach vorne getreten sind und von der Band und dem Backgroundchor begleitet singen. Alle sind begeistert und feiern die Solisten. Dies sollte aber nicht der einzige Auftritt für die Solisten bleiben. Auch bei „Shine your light“ und einem weiterem Lied hatten sie ihren großen Auftritt.
Wie bei jedem Konzert gibt es auch dieses mal wieder einen Teil, wo das Publikum mitsingen darf. Zur zweiten Strophe von „Was soll das bedeuten“ steigen alle Zuschauer mit ein und singen gemeinsam mit Chor und Band.
Dann neigt sich das Konzert auch schon dem Ende, Herr Rossow und Frau Pankoke bedanken sich bei allen, die dieses Konzert erst möglich gemacht haben. So wäre z.B. nichts ohne die Technik-AG möglich gewesen. Sie haben während des ganzen Konzerts dafür gesorgt, dass das Licht zur richtigen Zeit an war, die Mikros funktioniert und die Boxen auch einen Ton von sich gegeben haben. Abgesehen von ein paar Rückkopplungsproblemen hat alles super geklappt. Auch ohne Vivians und Sebastians Unterstützung, die mit Herrn Würdemanns Deutschkurs die Untermalung mit den Texten ausgearbeitet hatten, wäre dieser unvergessliche Abend nicht möglich gewesen. Insgesamt sind dann alle mit einem guten Gefühl und wunderbaren Erinnerungen nach Hause gegangen. Alle fiebern schon dem nächsten Konzert entgegen und sind gespannt, was es dann Neues zu hören gibt.

 

Leon Döppner

Wenn ihr Bilder vom Konzert sehen wollt, dann schaut hier

 

21. Dezember

 

Wir haben einen Leserbrief zu unserem Artikel "Unserer geliebte Schule" bekommen. Dieser Leserbrief gibt der Sache mit dem Trampolin ein ganz neues Licht. Wir wussten nämlich gar nicht, das es aus anderen Geldquellen stammte. Aber lest doch selbst:

 

Liebes Jojo-Times-Team!
Auf diesem Wege möchte ich gern einen kurzen Kommentar zu eurem Artikel "Unsere geliebte Schule" abgeben. Zunächst einmal kann ich es nur befürworten und finde es toll, dass ihr kritische Recherchen durchführt und euch dafür einsetzt, dass unsere Schule weiter verschönert und attraktiver gemacht wird. Genau aus diesem Grund bemühen wir (Herr Petersen und ich) uns mit der Organisation eines Sponsorenlaufs für die 5. und 6. Klässler auch darum, auf dem Schulhof neue Bewegungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Die Gelder dafür stammen also keineswegs aus dem Schulbudget, sondern es sind eure Mitschülerinnen und Mitschüler, die sich durch die Sponsorensuche und den unermüdlichen Einsatz beim Lauf im Jahr 2015 das Trampolin und im Jahr 2014 die Tischtennisplatte vor der Sporthalle selbst verdient haben. Übrigens konnten die sonstigen Pausensportmaterialien ebenfalls größtenteils aus den o.g. Mitteln angeschafft werden und darüber hinaus eine Schule in Südafrika unterstützt werden! Im nächsten Jahr wird es erneut einen Lauf geben, Anregungen für weitere Anschaffungen nehmen wir jederzeit gern entgegen, damit der Schulhof in den nächsten Jahren - insbesondere im Hinblick auf die Errichtung  des Neubaus für die 5. und 6. Klassen und damit verbundene Steigerung der Schülerzahlen an unserem Hauptstandort - noch schöner wird!
Euch weiterhin gutes Gelingen bei eurer Arbeit an der Jojo-Times und viele liebe Grüße
Daniel Kruse

 

 

16. Dezember

 

Kapitel 3 unserer Geschichte

 

Der nächste Tag kam viel zu schnell für Jaris Geschmack und mit ihm auch der Keller.
Dieser war alles andere als toll: Die weißen Wände voller Kritzeleien, ein Gang, der ein wenig tiefer hinab führte, und Röhren die oben an der Decke entlang liefen. Außerdem roch es hier nach Essen. Nach welchem Gericht, konnte Jari nicht sagen. Vielleicht bildete er sich das auch nur ein, da sein Essen gestern ja ausgefallen war. Er kam sich eher wie in einem U-Bahntunnel als in einem Schulkeller vor. Dieser Ort zerdrückte einen irgendwie. Vielleicht lag es auch nur am Gedanken, dass über einem hunderte von Kilo lagen.
„Ich wünsche keiner Klasse hier Unterricht zu haben“, sagte Jari. Er hielt sich stets in der Mitte des Ganges auf, als würden ihn die Wände zermürben, wenn er ihnen zu nahe käme. Ob eine Klasse hier ihren festen Klassenraum hatte? Wenigstens Fenster mit Aussicht auf Büsche und Füße anderer Leute. Und da war noch ein Gang der neben ihnen tiefer hinab führte und sich in der Dunkelheit verlor. Jari lief ein Schauder über den Rücken. Was auch immer da unten war, er würde es nicht wissen wollen. Danis blickte den Gang hinab. „Bis jetzt war ich noch nie dort.“
„Hoffen wir mal, dass es nicht lange so bleibt“, sagte Ira. Kam es nur Jari so vor oder wurde es kälter?
„Ok, wir sind im Keller. Gehen wir!“, Jari drehte sich schon zum Gehen um, da wurde er von Danis aufgehalten. „Wohl zu viel Angst, nicht wahr?“
„Angst? Ich?“, lachte Jari, obwohl er am liebsten aus diesem Loch gerannt wäre. „Nie im Leben! Die Angst ist mein Freund!“
Er trat zur Dunkelheit hinüber, als wäre es das selbstverständlichste der Welt. Auf keinen Fall würde er vor Yarisha einen Abzieher machen! Sie blickte ihn mit hochgezogener Augenbraue an, die Nase misstrauisch aufgebläht.
„Dann zeige deinem Freund doch mal, wie sehr du ihn gern hast“, befahl Danis, als wenn er wissen würde, dass Jari nur spielte. Und der wusste ganz genau, was von ihm verlangt wurde. Doch er tat es für sein Image! Wie es wohl aussehen würde, wenn Danis, Ira und Yarisha allen anderen erzählen würden, dass Jari wegen ein bisschen Dunkelheit die Fliege gemacht hat?! Mutig und lässig lief er los, die Hände in die Hosentasche gesteckt. Kaum war er ein paar Meter gelaufen, schon war es ganz finster vor ihm. Hinter sich sah er die Silhouetten der anderen, als er sich umdrehte. Er holte sein Handy heraus, machte dessen Taschenlampe an und leuchtete in einen der engen Gang. Die Wände hier waren ganz weiß, keine Wandmalereien, der Boden normal. Dann, etwas weiter vorne, gab es eine Wendeltreppe die ins Unbekannte führte. Unheil machte sich in ihm breit und ließ ihn fast taub werden. Wendeltreppen an sich waren ja gar nicht so schlimm, dennoch spürte er die Gefahr die von da unten ausging. Bis jetzt hatte niemand ein U2 erwähnt. Nur wieso? Er streckte seinen Arm hinauf und leuchtete. Über der Treppe waren einige alte Schriften, Latein vermutete er. Wieso bloß hatte er Französisch gewählt?
„Leute!“, rief Jari den Anderen zu, ohne den Blick von der Treppe abzuwenden. Fast so, als ob ein Zombie ihn anspringen würde, wenn er wegsehen würde. Die anderen folgten ihm, wenn auch zögernd und blieben erstaunt stehen. Ira hielt sich etwas abseits, man konnte ihr ansehen, dass es ihr hier nicht gefiel.
„Ich wusste gar nicht, dass es noch tiefer hinab geht!“, hauchte Yarisha, „ich dachte… es gäbe kein Keller im Keller!“
„Jetzt wissen wir es“, sagte Jari knapp. Im Inneren hoffte er, das Läuten der Schulglocke würde ihn befreien, doch er hörte nichts außer schwaches, aber dennoch unheilvolles Dröhnen.
„Weißt du, wie du eben voraus gelaufen bist, das war eigentlich total mutig“, fing Danis scheinheilig an und Jari ahnte, worauf er hinaus wollte. „Wieso gehst du dann nicht auch die Treppe hinab?“
Langsam drehte Jari sein Kopf zu ihm herum. „Wieso gehst du nicht selber?“
Danis Augen weiteten sich etwas, was Jari gerade noch so erkennen konnte. Er konnte nicht sagen, ob es an der herrschenden Dunkelheit hier lag, oder an der Angst. Gerade wollte er der Aufforderung des Nerds nachgeben, doch da läutete es. Vor Erleichterung seufzend kehrte er rasch um und eilte den Gang hinauf. Die anderen dicht hinter ihm.
„Dann kommen wir heute in der Mittagspause eben wieder zurück“, verkündete Danis. „Das ist unsere Chance! Wer weiß, was wir dort unten finden werden“
Jari hatte das komisch Gefühl, dass es etwas nichts Gutes sein würde…

Katja Schröder und Huda Said

 

Interview mit Moody

Wir haben noch ein Interview zum Thema Flüchtlinge geführt. Und zwar mit einem unserer Mitschüler. Er heißt Moody und besucht die 7. Klasse am Johanneum. Im Folgenden erzählt er uns wie und warum er mit seiner Familie geflüchtet ist und wie es ihm hier so geht.

(JoJo-Times - Moody)

Hallo Moody, kannst du etwas über dich erzählen?
Ich heiße Moody und komme aus Syrien.
Warst du noch in anderen Ländern außer Syrien und Deutschland?
Ja in Rumänien in Bukarest.
Wann bist du aus Syrien nach Deutschland gekommen?
Ich bin 2011 aus Syrien nach Rumänien und dann nach Deutschland gekommen.
Wie war es für dich in Rumänien?
Es war sehr schön.
Wie bist du nach Rumänien und Deutschland gekommen?
Ich bin mit dem Auto gekommen.
Warum seid ihr nicht in Rumänien geblieben und stadtessen nach Deutschland gekommen?
In Rumänien gibt es wenig Arbeit und viele Zigeuner.
Was war so das erste Erlebnis für dich in Deutschland?
Das erste Erlebnis für mich war, dass ich meinen Cousin wiedergesehen habe.
Sind die Leute hier in Deutschland anders als in Syrien oder Rumänien?
Ja, in Rumänien laufen alle Kinder auf der Straße mit Fußbällen und Spielpistolen, auch auf befahrenen Straßen in der Stadt. Das gibt es hier in Deutschland nicht.
Fällt für dich hier in Deutschland etwas schwerer als in Syrien?
Ja, die Sprache.
Was möchtest du mal in Deutschland oder Syrien werden?
Ich möchte in Deutschland Herz-Arzt werden.


Das Interview führten Jan Seibel und Max Gappel.

 


14. Juli

Egbert Meyer-Lovis im Interview:

 

„Jeden Tag erlebe ich etwas anderes!“

 

Letztes Mal haben wir euch den Beruf eines Journalisten vorgestellt. In dieser Ausgabe bewegen wir uns weiterhin im Bereich des Journalismus, allerdings auf der Gegenseite zum Redakteur. Wir haben uns nämlich mit Egbert Meyer-Lovis, dem Pressesprecher der Deutschen Bahn unterhalten. Er ist derjenige, der das Unternehmen gegenüber der Presse vertritt. Das kann bei einem so großen und komplexen Unternehmen wie der Bahn manchmal gar nicht so einfach sein. Dennoch hat er sich entschieden, bei der Bahn anzufangen und hat sich mittlerweile bis zum Pressesprecher „hochgearbeitet“.  

 

Seit wann arbeiten Sie als Pressesprecher bei der Deutschen Bahn?

Ich bin seit 1972 bei der Bahn, und seit 1986 im Pressebereich der Bahn tätig, die damals allerdings noch Bundesbahn war. Und habe dann gewechselt zur Bahn AG in verschiedenen Funktionen, aber dann immer im Pressebereich.

 

Wo haben sie vorher gearbeitet?

Ich bin eigentlich einer, der von der Pike auf die Bahn gelernt hat. Ich habe noch mit der roten Mütze angefangen. Ich habe auf dem Stellwerk gearbeitet, später in der Betriebsleitung. Dann bin ich Personaldisponenten gewesen und habe 1986 in die Pressestelle gewechselt.

 

Das heißt Journalismus ist etwas, was Sie sehr interessiert, da Sie früher ja auch in einer Schülerzeitung mitgewirkt haben?

Ja! Ich habe immer gern geschrieben. Mein Deutschlehrer hat das zwar manchmal etwas anders gesehen, aber mir hat das immer sehr viel Spaß gemacht. Dann habe ich mich für eine Schülerzeitung sehr engangiert und später bin ich auch ehrenamtlich tätig gewesen. 

 

Was ist genau Ihre Aufgabe? Was machen Sie so den ganzen Tag? 

Als Leiter der Kommunikation bin ich verantwortlich für den internen und externen Auftritt des Konzerns für alle Bahnbereiche hier im Norden: das sind Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen. Das bedeutet, vom Tagesablauf bin ich viel fremd bestimmt. Morgens muss ich erstmal Zeitung lesen. Manch einer sagt: “Mensch dafür wirst du bezahlt.“ Aber ich lese eine Zeitung anders als die meisten Leute. Zu meinem Arbeitsalltag gehört positive Themen rund um das System Bahn aktiv zu setzen, und die unterschiedlichen Presseanfragen zu beantworten. Ganz wichtig ist auch interne Kommunikation, das bedeutet, Mitarbeiterinformationen verarbeiten. Und wir haben zum Beispiel ja auch einen eigene Mitarbeiterzeitung mit regionalem Einleger.

 

Wann und wie haben Sie sich entschieden, Pressesprecher zu werden?

Als ich bei der Bahn angefangen habe, habe ich mir immer gesagt, ich könnte mir zwei Bereiche vorstellen, die ich machen möchte: Bahnhofsvorsteher, den gibt‘s nicht mehr. Oder ich wollte in den Pressebereich gehen. Damals musste ich mich richtig bewerben. Und mit der Vorstellung habe ich dann die Möglichkeit gehabt, in den Pressebereich zu gehen. Damals hat mir die Bundes-Bahn gesagt, wenn ich zur deutschen Journalistenschule gehe und die Bahn das bezahlt, dann müsste ich aber auch längerfristig im Pressebereich tätig sein.

 

Also machen Sie Ihren Job wahrscheinlich sehr gerne. Könnten Sie sich dennoch vorstellen, woanders zu arbeiten? 

Ich mache meinen Job unheimlich gerne! Jeden Tag erlebe ich etwas anderes. Ich erfahre immer noch neue Dinge, selbst wenn man meint, so lange wie man schon bei der Bahn ist, man würde nichts Neues erfahren. Doch dann gibt es immer noch mal was Neues! Das ist das Spannende dabei. Interessant ist auch, mit vielen Menschen umzugehen, sowohl innerhalb der Bahn mit Kollegen, aber auch mit Journalisten. Wobei sich das seit 1986 auch ganz gewaltig verändert hat.

Ja, ich hätte mir auch vorstellen können, etwas anderes zu machen. Aber jetzt bin ich an dem Punkt, wo ich zu mir sage: Die letzten Jahre könnte ich mir gut hier vorstellen.

 

Was macht Ihnen am meisten und was wenigsten Spaß an Ihrem Job?

Ganz klar, am meisten Spaß bringt mir, positive Dinge zu verkaufen. Ich glaube, das ist auch absolut nachvollziehbar. Außerdem spreche ich gerne mit den Kollegen, aber auch mit Journalisten. 

Was mir am wenigsten Spaß bringt, ist, wenn mich jemand anlügt! Da kann ich auch sehr komisch werden. Und wenn man unfair mit uns oder mit mir umgeht, mit Kollegen umgeht, mit Mitarbeitern umgeht, da habe ich dann auch wenig Spaß. Das gebe ich offen zu.

 

Inzwischen rollen die Züge ja wieder, aber ein Zeit lang haben die Lokführer auch gestreikt. Das war ein großes Thema in der Zeitung. Worum ging es da genau?

Das ist in zwei oder in drei Sätzen nicht zu erklären. Fakt ist, die Schlichtung zwischen Deutscher Bahn und GDL ist unter der Führung von Ministerpräsident a.D. Matthias Platzeck und Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow erfolgreich beendet worden. Beide Tarifparteien haben dem Schlichterspruch zugestimmt. Parallel zum Schlichtungsverfahren wurden Verhandlungen aufgenommen, so dass die Tarifrunde Anfang Juli abgeschlossen werden konnte.

Verständigt haben sich DB und GDL auf ein Gesamtpaket mit Lohnerhöhungen, einem Vertrag über eine Langfrist-Perspektive der GDL als Tarifpartner mit einem verbindlichen Schlichtungsverfahren sowie einem umfassenden Programm zur Belastungsreduktion und zum Abbau von Überstunden. Außerdem wird die Referenzarbeitszeit ab dem Jahr 2018 um eine Stunde auf 38 Wochenstunden gesenkt. Gleichzeitig wird das Arbeitszeitsystem reformiert.

 

Und wie ist Ihre persönliche Meinung zum Bahnstreik?

Ich habe eine persönliche Meinung.

 

So müssen Sie praktisch immer die Meinung der Deutschen Bahn vertreten und dürfen Ihre persönliche Meinung nicht mit einbringen?

 

Also, ich trenne das ganz bewusst. Ja, ich habe eine persönliche Meinung in meinem Privatleben. Aber das werde und würde ich nie mit meinem Job mischen. Das wäre unprofessionell. Auch wenn ich toll und klasse finde, was da gerade so passiert, würde ich das nie sagen. Auch das ist aus meiner Sicht unprofessionell.

 

Das macht ja schon mal einen guten Pressesprecher aus. Aber was muss er noch können?

 

Ich weiß ja nicht, ob ich ein guter Pressesprecher bin. Ich mache den Job zumindest sehr lange und es macht mir auch sehr viel Spaß. Ich komme auch gut mit den Kollegen, aber auch mit den Journalisten klar. Das Entscheidende für einen guten Pressesprecher ist, glaube ich, dass er immer bei der Wahrheit bleibt und ein gutes Netzwerk hat. Denn ich will mit den Kollegen und unseren Kunden erfolgreich zusammenarbeiten. Und dann auch mal nichts zu sagen, heißt auch mal, nicht dazu Position zu beziehen. Für einen guten Pressesprecher ist es wichtig, dass er seinem Gegenüber, der, der in einer Redaktion sitzt, nie als Gegner empfindet. Sondern der macht auch verdammt noch mal seinen Job und steht unter einem unheimlichen Zeitdruck. Das muss man deutlich sagen;  das hat sich auch gewaltig in den Redaktionen geändert. Und wenn man dann für den Partner da Verständnis hat, ist das sehr entscheidend. 

Manchmal sage ich, ich bin sozusagen der Erklär-Onkel, weil die Kollegen, die in den Redaktionen sitzen, gerade viele Themen auf dem Tisch haben und über dieses komplizierte System Bahn oder was dahinter steht, nicht immer alles wissen können (auch die gesetzlichen Vorgaben und Rahmenbedingungen, ob das nun Regulierungsmanagement, ob das der Nahverkehr ist, mit den Vergaben, wer wo für zuständig ist). Dafür muss man auch Verständnis haben. Wenn man nämlich sagt, ich erkläre ihnen das und das nicht von oben herab, sondern sagt: Na, Sie liegen da nicht auf der richtigen Ebene im Moment, dass heißt dann auch, dass der Ruf das nächste Mal dann nicht gekänzelt ist.

 

Wenn man Ihren Beruf nun ausüben möchte, muss man dann irgendwelche bestimmten Voraussetzungen mitbringen oder arbeitet man sich in den Beruf ein?

Also, man sollte schon eine journalistische Vorbildung mitbringen, ganz klar. Man sollte auch in unserem Job von der Eisenbahn zumindest minimal Verständnis haben. Als ich in den Pressebereich gegangen bin, habe ich gedacht und so hat es die Erfahrung auch gezeigt, man braucht in etwa zwei Jahre, um wirklich gut drin zu sein. Und diese Zeit braucht man auch, weil gerade der Konzern Bahn, oder damals Bundes Bahn, so viele Facetten hat. Das gilt für den Personalbereich, wie auch für den Nah- und Fernverkehr, das Streckennetz und den Güterverkehr. Wir als Konzern sind nämlich heute mit DB-Schenker weltweit in mehr als 150 Ländern tätig. Man sollte zumindest in allen Bereichen ein wenig reingerochen haben, dass man dann sagen kann, dass man es zumindest erklären kann. Und der zweite Punkt ist, dass ich wissen muss, wen ich im Konzern fragen kann. Als Pressesprecher bin ich ein Generalist und habe so den Überblick und die großen Sachen drauf. Aber die Feinheiten habe ich nicht drauf. Wenn da jetzt heute einer kommt und mich fragt: „Was ist mit dem Bahnübergang in Groß Gleidingen?“ oder „Was ist mit dem Bahnsteig in Emden?“ Wenn sie die Fragen drei Tage vorher nicht schon einmal von einem andern Medium gestellt bekommen haben, dann können Sie das nicht wissen. Dann muss man nur wissen, wen ich dann frage.

 

Braucht man eine spezielle Ausbildung oder reicht einfach journalistisches Vorwissen als Grundlage aus?

 

Sie sollten schon ein bisschen im Bereich des Transportwesens gewesen sein. Das hat unheimliche Vorteile. Und klar: journalistische Tätigkeit sind auch von Vorteil. Wir sind hier ja auch ein Team, welches gut gemischt ist und wenn Neue rein kommen, nimmt man die natürlich logischerweise an die Hand. Man sagt, so komm‘, wir machen dass so und so, guck‘ dir das an, da bekommst du die Infos. Wir haben ja heute viele Hilfsmittel gegenüber früher.

 

Haben Sie ein Auto?

(lacht) Ja!

 

Fahren Sie lieber mit dem Auto oder lieber mit der Bahn?

Ich verbinde immer beides. Ich sag immer, wenn ich dienstlich unterwegs bin, versuche ich, mit der Bahn unterwegs zu sein. Das hängt einfach damit zusammen, weil man dann die Zeit zum Arbeiten nutzten kann oder um sich für das Pressegespräch vorzubereiten. Privat fahre ich die großen Strecken immer mit dem Zug. Wir sind viel unterwegs, da nutze ich die Bahn. Aber wenn ich irgendwo in die Fläche rein gehe, habe ich gerne das Auto, das ist für mich kein Teufelswerk. Wenn ich hier nach Hamburg gehe, habe ich zum Beispiel eine Karte für das Stadtrad, denn hier in Hamburg mit dem Auto zu fahren, bringt nicht viel Spaß. Und letztens habe ich das gehabt, da war ich zum Pressetermin beim Hauptbahnhof, hab‘ mir hier unten schnell ein Fahrrad geschnappt und bin dann damit hingefahren. Gut, ich muss zugeben, da haben dann auch ein paar Journalisten geguckt, aber ich finde, das ist die schnellste und bequemste Art. Einen Dienstwagen habe ich zum Beispiel nicht. Wir haben aber die Möglichkeit, hier mit Flinkster zu mieten. Wenn ich nach Emden oder Wilhelmshaven muss und die Verbindung nicht gut ist, weil wir da langfristig Bauarbeiten haben, dann fahre ich bis Bremen mit dem Zug, hab‘ vorher da das Auto gemietet, geh‘ aus dem Bahnhof raus und fahr‘ dann mit dem Wagen weiter.

 

Oft wird gesagt, die Deutsche Bahn kommt immer zu spät, stimmt das?

Ich könnte jetzt schließend sagen: Nein! Wir sind ja immer so um die fast neunzig Prozent pünktlich. Und ich behaupte mal, das schafft kein Flugsystem. Wir sind gut unterwegs. Dass es immer Einflüsse gibt, gar keine Frage, intern, so wie extern. Für viele Einflüsse von außen können wir gar nichts. Wir haben aber natürlich auch selbst gemachte Sachen, die wir beheben müssen. Was ich da aber für viel wichtiger halte, ist die Information der Reisenden, da müssen wir noch viel dran tun.

 

Was läuft dort momentan noch schief? 

 

Wenn ich heute auf dem Bahnsteig stehe, hat jeder ein Handy, jeder hat irgendeine App. Die Deutsche Bahn ist auch gerade dabei, diese DB-Navigator App wesentlich zu verbessern. Denn was will der Kunde? Zum einen will der Kunde Informationen bekommen. Gut, alle Gründe nennen wir nicht, da gibt es ja auch ein paar Ausnahmen, Suizid ist zum Beispiel ein großes Problem. Zum anderen will der Kunde wissen, ob er seinen Anschlusszug erreicht. Das ist das Entscheidende für ihn. Diese Informationen müssen über die App abrufbar sein. Die Kollegen auf dem Bahnsteig, die Service machen, die haben zwar auch Navigator. Aber es kommt auch oft schon mal der Kunde und sagt: Hmm, ich habe gerade das und das im Internet gelesen. Das beides muss halt kompatibel sein. Und die Durchsagen müssen vernünftig sein. Was mich zum Beispiel immer stört, ist „aus betrieblichen Gründen“, das begreift keiner! 

 

Fernbusunternehmen werden ja gerade für Studenten und Schüler immer populärer, da es ja gerade vom Preis her viel billiger ist als die Bahn. Was sagen Sie zu Fernbussen?

Keine Frage, der Fernbus ist eine Konkurrenz zur Bahn. Auf der anderen Seite sind wir auch eines der größten Fernbus-Betreiber, mit Berlin-Linienbus. Aber nie den billigen Jakob machen, dass heißt auch, dass sie immer unterschiedliche Rahmenbedingungen haben. Der Bus braucht keine Maut zu bezahlen und der Bus ist subventioniert. Die Deutsche Bahn hat ja auch eine Strategie im Fernverkehr gestartet, die eine erhebliche Veränderung macht. Wir haben Angebote mit 19 und 29 Euro. Außerdem sind wir dabei, bis 2030 das gesamte Zugfern-System, also die Züge zu erneuern. Andere Verbindungen sollen wiederum dazukommen. Klar, was Sie richtig sagen, der Student oder der Schüler sagt: Mensch, ich komm‘ von Hamburg nach Berlin für neun Euro. Das ist was anderes, weil die andere Grundkosten haben. Aber ich behaupte auch, dass die ganzen Busunternehmen langfristig nicht kostendeckend fahren. Man braucht das ja nur hochzurechnen, was der Bus in der Abschreibung kostet, was der Sprit, was der Fahrer kostet. Und wenn dann nur fünf Leute drin sitzen, dann geht das nicht. Aber ich denke da wird sich noch viel am Markt tun, gerade im Fernbussystem. Wir haben ja gesehen, dass da auch schon mal einer aussteigt. Ein sehr großes Unternehmen ist ausgestiegen, zwei sind fusioniert. Also da passiert noch viel. Wir haben immer gesagt: Wir werden mit den Fernbuslinien, die wir selber betreiben, nicht mit ungeschützt neun Euro in das Dumpingsystem rein gehen; das machen wir nicht. Im Fernverkehr bei der Bahn gibt es ja auch Sachen, die schon klappen: z.B. das „Quer-Durchs-Land-Ticket“ oder eben diese 29 Euro. Oder auch unter bahn.de können sie einen Preisfinder aufrufen, dass Sie sehen, es kostet gleich 20 Euro weniger, wenn Sie eine Stunde später fahren.

 

Ja eine Sache, die mein Vater letztens hatte, da war irgendwie eine Aktion, wo er dann ganz überrascht war, dass es so billig war. Meine Großeltern hingegen, die drei Tage vorher die gleiche Strecke gebucht hatten, mussten den normalen hohen Preis zahlen. Ist das nicht auch eine Sache, die in gewisser Weise unfair ist?

Nein! Das ist Angebot und Nachfrage. Wenn Sie sagen, der Zug, der um sechs Uhr fährt, ist nicht richtig ausgelastet, da habe ich natürlich ein größeres Kontingent für 19 Euro drauf, als der, der um neun fährt, wenn alle fahren. Das ist ja auch ein bisschen zum Preisausgleich und zur besseren Auslastung der Züge. Und ich denke, das finden sie beim Flieger ganz genauso. Wenn Sie da mittags irgendwo nach München fliegen, dann ist das günstiger als morgens um sechs, wenn die ganzen Geschäftsleute fliegen. Und genauso machen wir es im Prinzip auch. 

 

 

Zum Schluss haben Sie nun noch die Chance, unseren Lesern eine persönliche Weisheit oder einen Rat fürs Leben zu geben.

Das ist ganz schwierig. Es ist wichtig, dass man das tut, was einen selber überzeugt. Mit den Mitmenschen gut umgehen, damit man am nächsten Morgen noch einmal in den Spiegel gucken und sich selber auch in die Augen schauen kann. Das würde vieles im Umgang erleichtern. Manchmal ist es auch gut, dass tue ich dann immer, wenn ich mich sehr ärgere: Diese Mail schickst du jetzt nicht sofort ab. Warte ein bisschen und denke noch mal drüber nach. Und ich glaube, wenn man das so ein wenig berücksichtigt, ist das im Umgang miteinander einfacher.

 

Das Interview führten Merit Meurers und Leon Döppner

 

 

29. April

Den Schmutz in die Zange genommen

Die Schüler putzten das Johanneum

 

Sauberkeit und Ordnung gehören bei (fast) jedem Menschen zu den Grundbedürfnissen. Einige werden jetzt sagen: „Nee, is’ mir egal, ob es unordentlich ist“, aber insgeheim freuen auch diese Menschen sich über Sauberkeit und Ordnung. Und wie wir Schüler wissen, entsteht Unordnung sehr schnell. Und wenn viele Leute auf einem engen Raum zusammen leben, lässt sich Schmutz und Unordnung fast gar nicht mehr verhindern. Zuhause macht entweder ihr selber sauber, oder eure Eltern helfen euch dabei. Einige machen es vielleicht ganz allein, andere Familien wieder haben „Fachreinigungskräfte“ eingestellt. Aber wer macht eigentlich die Schule sauber, wo wir uns doch 5 Tage die Woche fast 8 Stunden dort aufhalten. Zuhause ist jeder für seinen eigenen Dreck verantwortlich. Aber in der Schule räumen die Raumpflegerinnen jeden Tag unseren Unrat weg. Deswegen an dieser Stelle auch ein großes Lob an diese, dass sie unseren Dreck so fleißig beseitigen.

 

Am Freitag, den 17.04.15 haben wir die Reinigung der Schule für zwei Schulstunden selbst in die Hand genommen. Alle haben fleißig mitgeholfen und Putzequipment mitgebracht. Es wurden die Fenster geputzt, Tische von Kaugummis befreit und geschrubbt und Müllbehälter entleert und anschließend ebenfalls sauber geschrubbt. Vor der Aktion hat es besonders von Schülerseite viel Kritik gebeten, da wir ja schließlich Reinigungskräfte haben. Beim Putzten allerdings ist die Atmosphäre mehr als gut gewesen. Viele Klassen haben auch Musikanlagen mitgebracht und dann hat es von der einen Seite Scooter und von der anderen Seite Helene Fischer gedröhnt.

Putztag am Johanneum

 

Auch Verpflegung haben viele Klassen mehr als ausreichend mitgebracht (siehe Bild). Eigentlich sind alle gut gelaunt gewesen. Das liegt zum einen daran, dass die Aktion anstatt des Unterrichts stattgefunden hat, aber wahrscheinlich auch daran, dass das Dach zum Putzten freigegeben worden ist. Sonst ist das Betreten des Daches ja strengstens verboten. Es wurde säckeweise Moos von den Dächern gekratzt und entsorgt. Leider ist aber aufgrund der großen Mengen an Moos auf dem Flachdach keine große Veränderung zu sehen. Da müsste einfach mal ein vernünftiger Architekt ran, damit das Dach nicht jedes Jahr aufs Neue geteert werden muss und die Wasserpfützen endlich mal verschwinden. Dann ist da auch kein Moos mehr, welches einfach nur hässlich aussieht.

Auch konnten die Fenster mangels Equipment in einigen Klassen nicht wirklich sauberer gemacht werden als zuvor. Aber es ist doch ein schönes Gefühl, sich erstmal wieder an einen Tisch setzen zu können, ohne direkt in ein klebriges Kaugummi zu fassen. Allerdings hatte das Putzen der alten Tische zur Folge, dass sich schnell ein bestialischer Gestank in den Räumen und den Fluren ausgebreitet hat, sodass man froh war, wenn man raus an die frische Luft konnte.

 

Viele dieser Arbeiten können die Reinigungskräfte innerhalb ihrer Arbeitszeit gar nicht erledigen, so wurden zum Beispiel auch die Treppengeländer von Staub befreit. Allerdings ist schnell deutlich geworden, dass diese zwei Stunden nicht ausgereicht haben, um das gesamte Schulgebäude blitzte blank zu putzten, wobei ich bei diesem Gebäude auch bezweifle, dass das überhaupt geht. Insgesamt hätte deutlich mehr Zeit eingeplant werden sollen. Denn am Montag lag schon wieder zwei Zentimeter dick Staub auf den Stufen im Treppenhaus. Es reicht nämlich nicht nur aus, den Staub vom Geländer zu wischen, der muss dann natürlich auch weggesaugt werden. Das allerdings durften wir Schüler aufgrund von Anweisungen der „Veranstalter“ nicht machen.

 

Von vielen Lehrern, die sich zu der Aktion geäußert haben, haben wir gehört, dass sie die Grundidee gut finden, allerdings hätten sie die Veranstaltung unter dem Motto „Wir verschönern unsere Schule“ deutlich besser gefunden. In dem Rahmen hätten sie sich Verschönerungsarbeiten in den Klassenräumen gewünscht. Herr Suhr hat uns allerdings in einem Interview bestätigt, dass es so etwas in der Art in Zukunft geben wird. Weitere Interviews mit Schülern und Lehrern werdet ihr auch in der nächsten Ausgabe der JoJo-Times finden.

Wenn ihr Bilder vom Putztag sehen wollt, dann schaut hier.

 

 

Leon Döppner