Schulfinale 2016

Schulfinale am 21.01.2016 - Schüler/innen bieten sich eine spannende Debatte

Von Leon D., 10. LB

 

 Nachdem sich in der Sek II vier Schülerinnen und Schüler für die Regionalebene qualifiziert haben, durfte nun auch die Sek I fleißig debattieren. In den Wochen vor dem großen Schulwettbewerb haben die 9. Klassen gemeinsam mit ihren Deutschlehren die Grundlagen des Debattieren geübt und gelernt, wie man sich gut ausdrückt und wie man am besten die Argumente des Gegners entkräftet. In jeder Klasse wurden die Besten ausgesucht, die sich dann am Donnerstag, den 21.1.16 in der ersten und zweiten Stunde unter Wettbewerbsbedingungen zu vorgegebenen Themen messen durften. Als Juroren waren jeweils ein Schüler und zwei Lehrkräfte tätig. Die haben während der Debatte aufmerksam zugehört und neben inhaltlichen Argumenten zum Beispiel auf Ausdruck geachtet. Am Ende haben sie dann gemeinsam eine Platzierung der einzelnen Debattanten vorgenommen. Die Schülerjuroren haben zuvor im Rahmen der Jugenddebattiert-AG (Ansprechpartnerin ist Fr. Buhndorf), die jedes Schuljahr an zwei Schultagen stattfindet, in einer kleinen netten Runde gelernt, wie man sprachliche Stilmittel gezielt einsetzen kann und worauf es bei der Debatte besonders ankommt. 

 

schulfinale_2016In den Vorrunden haben sich Marcus (9L), Meret (9 FB), Huda (9F) und Franca (9 L) durch wirklich gute Leistungen ins Schulfinale debattiert. Während der Rest der 9. Klassen wieder in den Unterricht musste, haben sich die vier in der dritten Stunde auf das anstehende Schulfinale vorbereitet. Thema der Debatte ist, ob Fahrradhelme Pflicht sein sollten. In der vierten Stunde ist es dann so weit: Die Finalisten nehmen in der Aula auf der Bühne ihre Plätze ein und alle 9.-Klässler strömen langsam in die Aula und sind schon sehr gespannt auf die anstehende Debatte. Frau Bojanowski, Herr Schmidt und Lucas aus dem 10. Jahrgang sitzen in der Jury. Die Debatte beginnt: Jeder hat nun erst einmal zwei Minuten Einführungsredezeit, in der der zugeloste Standpunkt verdeutlicht wird. Danach beginnt die freie Aussprache und die Debattierenden versuchen jeweils, die Argumente der Gegenseite zu entkräften. Auf der Pro-Seite wird natürlich mit dem Punkt Sicherheit argumentiert, dass sehr viele Unfälle vermeidbar wären, wenn jeder einen Fahrradhelm tragen würde. Die Kontra-Seite hält dagegen, dass die Durchsetzung dieser Pflicht schwer sei und durch die nötigen Kontrollen Polizeikräfte beansprucht werden, die man woanders brauche. Als der Zeitwächter dann nach 12 Minuten das Ende der freien Aussprache signalisiert, nennen alle vier Debattanten noch einmal kurz und knapp ihren Standpunkt und ihr wichtigstes Argument. Dann dürfen sie sich erst einmal erholen. Denn jetzt zieht sich die Jury zurück, um eine Platzierung der vier festzulegen. 

 

Bis die Jury ihr Urteil gefällt hat, muss das Publikum bei Laune gehalten werden. Zwei Schüler der Jugend debattiert AG, Leon (10. Jg) und Peer (11. Jg.) fragen in die Runde, wer von den Anwesenden überhaupt einen Helm trage und was sie von einer Helmpflicht halten. So stellte sich zum Beispiel heraus, dass ganze viele Schüler, die auch mit dem Rad zur Schule kommen, gar keinen Fahrradhelm tragen. Aus dem Publikum vertrat die Mehrheit die Meinung, dass eine Helmpflicht nicht sinnvoll sei, da ja jeder selbst entscheiden solle, wie stark er sich schützen möchte. 

 

Nach viel Überlegen und Abwägen hat die Jury ein sehr knappes Urteil gefällt. Bewertet wurde nach Kriterien wie Ausdrucksvermögen, Sachwissen und die Fähigkeit, sich auf andere zu beziehen. 

Am besten abgeschnitten hat dabei Marcus aus der 9 L. Den zweiten Platz belegte Meret aus der 9 FB; auf Platz drei befand sich Huda aus der 9 F und Platz vier ging an Franca aus der 9 L. Das Urteil der Jury löste bei dem Publikum Empörung aus, da das Publikum die Platzierung genau andersherum gewählt hätte. Letztendlich ist die Platzierung bei dem Schulfinale aber fast egal, da sowieso alle vier mit nach Uelzen zum Regionalentscheid antreten dürfen.

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