Johann Abraham Peter Schulz: Eine Büste für J. A. P. Schulz

Büste von J.A.P.Schulz vor der Ratsbibliothek

 

Festveranstaltung zur Einweihung der Büste von J.A.P. Schulz in der Ratsbücherei Lüneburg am 8.11. 2002 , 18.00 Uhr

 

Dr. Muthard Hackbarth

 

Dr. Muthard Hackbarth, der Vorsitzende des Freundeskreises der Ratsbücherei, eröffnete die Veranstaltung, indem er die Initiative des früheren Leiters der Ratsbibliothek, Herrn Gerhard Hopf würdigte, eine Büste zum Andenken an J.A.P. Schulz vor der Ratsbibliothek aufzustellen. (Die Ratsbücherei sammelt Werke von J. A. P. Schulz und in der nahen Waagestraße lag das Haus seiner Familie). Herr Dr. Hackbarth dankte Herrn Rolf Müller, dem neuen Leiter der Ratsbibliothek, für die Weiterführung des Planes von Herrn Hopf, den Sponsoren für die finanzielle Ermöglichung der Herstellung der Büste und der Bildhauerin Frau Barbara Westphal für die gelungene künstlerische Arbeit.

 

Frau Bürgermeisterin Birte Schellmann

 

Frau Bürgermeisterin Birte Schellmann lobte das selbstständige kulturelle Engagement von Lüneburger Bürgern, das geradezu als Vorbild auch für die Politiker der Stadt dienen könne. J. A. P. Schulz sei nun nach langer Abwesenheit endgültig wieder nach Lüneburg heimgekehrt. Das Werk von J. A. P. Schulz sollte stärker als Anregung für die musikalische Bildung in den Schulen genutzt werden.

 

Herr Gerhard Glombik

 

Der Beitrag des Johanneums zur Einweihungsfeier bestand darin, den geladenen Gästen das Leben von J.A.P. Schulz in drei Abschnitten vorzustellen. Herr Gerhard Glombik gab eine kurze Einführung und stellte die Mitwirkenden des Johanneums vor.

 

Chor (1)

 

Schülerinnen der Klasse 11 lasen aus den drei autobiographischen Skizzen, die Schulz hinterlassen hatte.

 

Chor (2)

 

Ein Chor von 11 Schülerinnen unter der Leitung von Frau Waltraut Elle- Ellbrechtz (nicht auf dem Foto) und unter Begleitung von Herrn Karl Mielke (nicht auf dem Foto) sang das bekannteste Schulz- Lied Der Mond ist aufgegangen zunächst in der Chorversion, danach als Kanon in der Bearbeitung von Christiane Frey. Das Foto zeigt einige Schülerinnen des Chors vor ihrem Auftritt. Eine Schülerin spielte als Solistin am Piano aus den six pièces das Andante sostenuto und am Schluss die zwei Tänze Für mein Minchen, die Schulz kurz vor seinem Tod für seine damals 6 Jahre alte Tochter geschrieben hatte.

 

Herr Gerhard Hopf

 

Herr Gerhard Hopf, der frühere Leiter der Ratsbücherei, hielt die Laudatio. Er beschrieb die Stellung von J.A.P. Schulz im Schatten der großen Komponisten des 18. Jahrhunderts mit den Worten: "Unbekannt heißt nicht unbedeutend". Schulz habe musiktheoretisch auf hohem Niveau gearbeitet, die Spitze der einflussreichen 2. Berliner Liederschule gebildet und einen wichtigen Beitrag zur Lösung der deutschen Oper vom französischen Stil geleistet. Er sei darüber hinaus von seinen Zeitgenossen als eine sympathische Persönlichkeit wahrgenommen worden, der man sofort bei der ersten Begegnung habe vertrauen können.

 

 

Autor: Gerhard Glombik -- zuletzt geändert: 29.10.2011 17:02